In den 1980er-Jahren entwickelte Jacob Cohen Effektstärkemaße für Korrelationen in der Verhaltenspsychologie, die auf eigenen Beobachtungen und Studien basierten. Diese Maße wurden in vielen Bereichen der empirischen Sozialwissenschaft übernommen und werden bis heute verwendet, auch in der empirischen Bildungsforschung. In der Psychologie findet seit einiger Zeit eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Effektstärkemaßen statt, die inzwischen auch andere Disziplinen erreicht hat. In der empirischen Bildungsforschung fehlt eine solche Diskussion bislang weitgehend. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende explorative Metaanalyse, ob die von Cohen vorgeschlagenen Effektstärkemaße für Korrelationen in den Bildungswissenschaften, exemplarisch im frühkindlichen Bereich, weiterhin als geeignete Referenz dienen können. Von 198 identifizierten Studien wurden nach definierten Kriterien 48 in die Analyse einbezogen. Insgesamt wurden 1 297 Korrelationen extrahiert und mit RStudio ausgewertet. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Cohens Effektstärkenmaße tendenziell zu hoch angesetzt sind. Für die analysierten Daten ergaben sich Schwellenwerte von .11 für kleine, .21 für mittlere und .34 für große Korrelationen. Ein Random-Effects-Modell zeigte eine hohe Heterogenität der Korrelationen zwischen den Studien, die nicht allein durch Stichprobenfehler erklärbar ist. Diese Heterogenität legt nahe, kontextuelle Merkmale wie die Alterstruktur der Stichprobe oder das Studiendesign stärker zu berücksichtigen. Aufgrund begrenzter Anzahl von Korrelationen und Studien in mehreren Kategorien lassen sich zu diesen Merkmalen jedoch keine abschließenden Aussagen treffen. Insgesamt sind die vorgeschlagenen Effektstärkemaße daher als erste Orientierung zu verstehen. Sie können Forschenden in der frühkindlichen Bildung helfen, Effektstärken angemessen einzuordnen und zukünftige Studien fundierter zu planen.
Weniger anzeigenThe android David is analyzed across Prometheus, Alien: Covenant, and their expanded narrative, to provide an account of his ideological trajectory from mechanized servant to self-perceived creator which ultimately remains bound to his programmed condition. As an android and therein unable to create ex nihilo, David relies on functional imagination, a mechanism through which mythological and literary scripts are recombined into templates of meaning-making, self-perception, and actions. By close-reading the films, their related short films, and epistolary paratexts, symbolic materials are clustered into intertextual fractals and traced across Mesopotamian, Greek, Biblical, and Modern source fields in order to account the narrative structures that establish David's artificial myth. This artificial myth crystallizes then around the interdependent pillars of creatorhood, the "perfect lifeform," and servitude and freedom, all of which converge in the Xenomorph lineage as the material realization of David's mythogenesis.
Weniger anzeigenDas Ziel dieser Masterarbeit bestand darin, herauszuarbeiten, welche Bedeutung Zusammenarbeit für positive Lernemotionen im Fremdsprachenunterricht hat. Konkret lautete die Forschungsfrage: „Welche Aspekte von Zusammenarbeit erleben SchülerInnen im Fremdsprachenunterricht als freudvoll bzw. positiv und welche Bedeutung haben diese für die Entstehung sowie Förderung positiver Lernemotionen?“. Entstanden ist diese Arbeit auf Basis von Gruppengesprächen mit SchülerInnen der 9. und 10. Klasse, die im Rahmen eines Lernforschungsprojektseminars während des Schulpraxissemesters geführt wurden. Die Gruppengespräche wurden qualitativ ausgewertet. Aus den SchülerInnenaussagen konnten die folgenden freudvollen Aspekte geschlossen werden: „Gegenseitige Hilfe und Unterstützung“, „Gemeinsam lachen“, „Kommunizieren in der Fremdsprache“, „Vertraute soziale Beziehungen“, „Einblicke in das Lernen und die Gefühle der MitschülerInnen“ sowie „Wettbewerb in Teams“.
Weniger anzeigenReproductive politics have turned into a main political battleground, characterized by an increasing social and legal recognition of alternative forms of family-building, as well as the simultaneously growing attack on reproductive rights by conservative and far-right parties (Ediger et al. 2021, 15). In my research, I draw from a queer of colour critique and Reproductive Justice lens to critically examine the role of policy expertise in reproductive politics in Germany. Through applying the Bacchi’s WPR-method (2010) in my analysis, I make visible that cis-heteronormative norms of family-building are deeply embedded in the current hegemonic discourse and ‘problem representation’ of surrogacy and egg-donation in Germany. Furthermore, I show that the public debate has been shifted into a closed-off space through the implementation of an expertise committee. This removed the voices of affected working-class and racialized body workers, queer people, their communities and non-normative families from the policy process. I argue that the government’s ‘problem representation’ privileges expertise to be decisive for a regulation of egg-donation and surrogacy, instead of the knowledge of social movements or those affected. Lastly, there has been an insufficient understanding of how reproductive oppression functions along intersecting hierarchies in Germany to decide which families are socially desirable and legitimate.
Weniger anzeigenPostcolonial restitution of cultural material taken from Africa to Europe during colonialism is iften set in a political programme of radically questioning institutions and mindset that endure since colonialism. Yet, the physical return of items is currently dependent on exactly these colonially inherited institutions, like the modern nation state. Starting from this contradiction, this master's thesis interrogates the ways in which different stakeholders in Ghana negotiate state sovereignty demanding restitution. It particularly focusses on notions of community sovereignty over returned artefacts and Pan-Africanism as a political ideal. This thesis shows how, while the state of Ghana remains largely passive in terms of restitution, the restitution movement itself produces the state through critique and affirmation.
Weniger anzeigenDie Klimakrise zählt zu den zentralen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, gleichzeitig lässt sich in öffentlichen Debatten eine zunehmende Klimamüdigkeit beobachten, die mit sinkender Wahrnehmungsrelevanz des Klimaschutzes, politischer Resignation und konkurrierenden Krisenerfahrungen einhergeht. Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern Klimaschutz unter diesen Bedingungen eine curriculare Leerstelle der schulischen politischen Bildung in Berlin darstellt und welche politikdidaktischen Konsequenzen sich daraus ergeben. Grundlage der Untersuchung bilden eine literaturgestützte Analyse politikdidaktischer, demokratietheoretischer und nachhaltigkeitsbezogener Ansätze sowie eine systematische Analyse der Berliner Rahmenlehrpläne für die politische Bildung in der Sekundarstufe I und II, darauf aufbauend werden konzeptionelle Vorschläge für eine stärkere curriculare Verankerung von Klimaschutz entwickelt.
Die Ergebnisse zeigen, dass Klimaschutz trotz seiner gesellschaftlichen Relevanz in den untersuchten Curricula überwiegend fragmentiert, unverbindlich und nur begrenzt als eigenständiger Gegenstand politischer Urteilsbildung verankert ist. Zwar bestehen Anknüpfungspunkte zu Nachhaltigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung, jedoch fehlt eine systematische demokratietheoretische Einbettung klimabezogener Transformationsfragen. Vor dem Hintergrund zunehmender Klimamüdigkeit wird argumentiert, dass schulische politische Bildung stärker zur Förderung von Zukunftsorientierung, politischer Selbstwirksamkeit und gesellschaftlicher Transformationskompetenz beitragen sollte.
Daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer konzeptionellen Neubestimmung politischer Bildung, die Klimaschutz nicht als ergänzendes Spezialthema, sondern als grundlegende Herausforderung demokratischer Gesellschaften begreift. Die Arbeit leistet damit einen Beitrag zur Verbindung von Klimaschutz, Demokratiebildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung und entwickelt Perspektiven für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung schulischer politischer Bildung.
Weniger anzeigenThis thesis investigates whether a sector-specific international labour rights convention is warranted for the data work industry, encompassing the human labour of data collection, annotation and verification, content moderation, and AI impersonation which underpins artificial intelligence development. Despite accounting for approximately 80% of AI development hours, data workers remain largely invisible in policy debates, which have focused on AI deployment and ethics rather than production and labour rights.
The analysis situates data work within the broader challenges that outsourcing and platform-mediated labour pose to the international labour rights regime. Drawing on qualitative content analysis of 14 firsthand accounts produced by data workers from eight countries through the participatory action research project "Data Workers' Inquiry," this thesis disentangles problems stemming from institutional forms (business process outsourcing companies and labour platforms) from those inherent to data work itself.
The findings reveal significant continuities with known patterns of precarity in outsourcing and platform work, suggesting that general regulatory initiatives, particularly the proposed ILO platform work convention, could substantially address many issues. However, the analysis also uncovers distinctive, cross-institutional challenges: institutional hybridity blurring organizational boundaries, a pervasive culture of silence enforced through non-disclosure agreements that hinders organizing, systematic devaluation and lack of career advancement, and severe mental health harms from exposure to traumatic content. These sector-specific problems persist regardless of employment status or organizational form.
This thesis argues that while general regulations are necessary, they are insufficient. A sector-specific convention modelled on the Maritime Labour Convention could establish standards for psychological support, limit abusive non-disclosure agreements, recognize data workers' skills, and create a certified "level playing field" to counter the global race to the bottom in this geographically mobile industry. Such regulation would not replace broader platform and supply chain governance but would provide the targeted framework necessary to ensure that technological progress is not built upon systematic exploitation and harm.
Weniger anzeigenDiese Masterarbeit untersucht die Wirkung von Lerntagebüchern im Dialogischen Lernen nach Ruf und Gallin auf die Lehrperson. Dabei wird die Frage beleuchtet, welchen Einfluss das Unterrichtskonzept auf Lehrkräfte hat und welche Rolle das Instrument des Lerntagebuchs bei diesem Einfluss spielt. Die Befragung erfolgte mittels einer Interviewstudie sowie einer schriftlichen Befragung unter Lehrkräften aus Deutschland und der Schweiz, die mit dem Konzept des Dialogischen Lernens nach Ruf und Gallin arbeiten. Im Rahmen der qualitativen Studie konnte festgestellt werden, dass Lehrkräfte einen positiven Einfluss durch die Arbeit mit Lerntagebüchern wahrnehmen. Insbesondere die Stärkung sozialer Beziehungen, die Steigerung der eigenen beruflichen Motivation sowie eine fachliche Anregung in didaktischem Sinne sind Folgen, die die Lehrkraft im Dialogischen Lernen verspürt.
Aus den Ergebnissen dieser Arbeit können Schlussfolgerungen für die Unterrichtspraxis gewonnen werden. Durch den Einsatz von Lerntagebüchern erfahren Mathematiklehrkräfte zum Großteil positive Auswirkungen auf sich und ihr soziales Umfeld sowie auf persönliche und fachliche Bereiche. Zudem stellte sich in dieser Arbeit heraus, dass bereits die Implementierung des Dialogischen Lernens im kleinen Rahmen gewinnbringend ist. Der Ausbau von Förderungen der Qualitätensuche als Kompetenz von Lehrkräften wird durch die Ergebnisse dieser Arbeit gestützt und bestärkt.
Weniger anzeigenPferd, Frau, Film und Zirkus sind untrennbar miteinander verwoben. Diese Masterarbeit untersucht die Kulturpraxis des „Horse Diving" – des Sprungs von Pferd und Reiterin aus einer Anhöhe ins Wasser – aus einer Perspektive der New Film History. Sie bearbeitet dessen filmische Transformationen und komplexe interdisziplinäre Beziehungen zwischen zwei parallelen Strömungen: einer europäischen Zirkustradition und einer nordamerikanischen Jahrmarkt- sowie Wild-West-Kultur. Ausgehend von Film- und Zirkuspionierinnen wie Alice Guy, Fern Andra und Minna Schulze, die ihre Sprünge für Überzeichnungen und Selbstmythologisierungen nutzen, stehen vier (Bewegt-)Bildkulturen im Zentrum: Erstens dokumentarisches Archivmaterial, das die Kulturpraxis zwischen 1899 und 2012 vorstellt. Zweitens animierte Sprünge des Cartoons „Circus CapersW (USA 1930) und der Folge „Saddlesore Galactica" der Simpsons (USA 2000). Drittens ein Spielfilm „Wild Hearts Can’t Be Broken" (USA 1991) und viertens ein früher Film „Um Krone und Peitsche / Der Todessprung" (D 1919). Die filmische Bearbeitung des Horse Divings ermöglicht es, so die These, komplexe Beziehungen zwischen Film, Pferd, Frau und Zirkus aufzuzeigen. Der Zugang mit feministischen und tierethischen Perspektiven kann tradierten, patriarchalen Narrativen entgegenwirken, indem die Fähigkeiten von Pferd und Frau, deren entanglement sowie agency hervorgehoben werden. In den Wechselspielen und medialen Transformationen eröffnen sich Potenziale, Filmgeschichte als nicht linear und diskontinuierlich zu verstehen und dabei den Bezug zu Zirkus-, Kultur- und Pferdeperspektiven herauszustellen. Die interdisziplinäre Herangehensweise verbindet filmwissenschaftliche Theorien von Matthias Christen oder Akira Mizuta Lippit mit kulturhistorischen Arbeiten wie Stephanie Härdles über Zirkusartistinnen oder För Künkel und Mirjam Hildbrands Publikation über Zirkus in Berlin um 1900. Hinzu kommen Pferde(kultur)wissenschaft zu Reitsport und Reitkultur sowie Human Animal Studies. In Anlehnung an Donna Haraway werden mit Animal Performance Studies machtkritische Perspektiven auf Tier-Mensch-Beziehungen in Unterhaltungskontexten weitergedacht.
Weniger anzeigenDie vorliegende Arbeit untersucht, wie sich der biographische Umbruch des Alleinerziehend-Werdens bei Frauen auf ihre Einstellungen zu und den Umgang mit Geld auswirkt. Ausgangspunkt ist die gesellschaftliche Diskussion um die ökonomische Benachteiligung von alleinerziehenden Frauen und der nicht vollständig erklärte Gender Gap innerhalb der finanziellen Bildung. Im Rahmen einer Sekundäranalyse wurden biographisch narrative Interviews aus dem Forschungsprojekt Finanz_Net ausgewertet. Methodologisch orientiert sich die Arbeit an der Grounded Theory Methodologie (Strauss & Corbin 1996), um theoretisch fundierte Kategorien aus den Daten zu entwickeln. Analysiert wurden die Erzählungen von vier Frauen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten und auf verschiedenen Wegen alleinerziehend wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Frauen das Alleinerziehend-Werden nicht als umfassenden biographischen Wendepunkt rekonstruieren. Vielmehr verschiebt sich vor allem die finanzielle Verantwortung: Mit dem Wegfall des stereotyp ‚männlichen Versorgers‘ übernehmen die Frauen zusätzlich zum bestehenden Hauptteil der Carearbeit finanzielle Sorge für sich und ihre Kinder. Der in der Arbeit entwickelte Begriff der finanziellen Sorge verweist auf die Verschränkung von ökonomischer Verantwortung und weiblicher Sorgearbeit. Die angewandten Strategien der Frauen sind biographisch gerahmt und Ausdruck individueller Erfahrungsaufschichtungen im Umgang mit Geld und Verantwortung.
Weniger anzeigenDie Dauer von Schulschließungen während der Corona-Pandemie variierte erheblich zwischen den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und lässt sich nicht allein durch die epidemiologische Gefährdungslage erklären. Gleichzeitig stellten Schulschließungen erhebliche Eingriffe in das Recht auf Bildung und weitere Kinderrechte dar, zu deren Wahrung sich alle EU-Staaten völkerrechtlich verpflichtet haben. Vor diesem Hintergrund untersucht diese Masterarbeit, ob und in welchem Maße die Bedeutung der Rechte von Kindern im nationalen Kontext zur Erklärung der unterschiedlichen Dauer von Schulschließungen in der Pandemiepolitik der Jahre 2020 und 2021 beitrug. Aufbauend auf dem Forschungsansatz der „Kinderrechte-Governance“ werden Kinderrechte als politisch mobilisierbare Normen verstanden, deren Wirkung von Akteur*innen, Institutionen und Strukturen abhängt. Die Arbeit argumentiert, dass eine stärkere Rolle von Kinderrechten bei der Entwicklung politischer Entscheidungen mit kürzeren Schulschließungen einherging. Empirisch stützt sich die Analyse auf ein Mixed-Methods-Design aus quantitativer Ländervergleichsanalyse und vergleichender Fallstudie. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere in liberalen Demokratien Kinderrechte häufiger und vielfältiger mobilisiert wurden, während in Ländern mit langen Schulschließungen entsprechende Bezüge weitgehend ausblieben.
Weniger anzeigenThis thesis explores the relationship between music and memory and the role of remembering through music in a migrant community, focusing on the experiences of New Wave migrants from Turkey in Berlin. Music holds a special place in the act of remembering, often evoking powerful emotions and memories for individuals and communities. For migrant communities, music serves not only as an artifact but also as a tool for remembering and community formation. It helps build bridges to the past and fosters a sense of collective identity in the present. This study examines the role of Turkish music in the lives of New Wave migrants and how the act of remembering through music functions within this migrant community through semi-structured in-depth interviews. While exploring the role of Turkish music in the everyday lives of migrants, the formation of community and collective identity, as well as collective remembering, this research also aims to discover the possibilities of the formation of a cultural memory and music’s relation to cultural memory within the migration context. By analyzing the relationship between music and memory while taking those two concepts as functions of each other in relation to the experience of migration, this study aims to contribute to music and memory studies in migrant communities.
Weniger anzeigenEsta tese reconstrói a trajetória internacional da intelectual e militante negra feminista brasileira Lélia Gonzalez, examinando as condições históricas, políticas e institucionais que moldaram sua circulação no exterior e as redes transnacionais por ela constituídas ao longo das décadas de 1970 e 1980. Ao situar suas articulações internacionais no contexto das desigualdades raciais produzidas pela colonialidade no Brasil, o trabalho evidencia como sua formação intelectual e sua práxis política fundamentaram sua projeção como pensadora antirracista e feminista em âmbito internacional.
Os percursos internacionais de Lélia Gonzalez se desenvolveram majoritariamente em circuitos intelectuais e políticos contra-hegemônicos, como redes da diáspora negra, movimentos pan-africanistas e feministas, bem como campos acadêmicos voltados aos estudos afro-americanos e africanos. Esses espaços possibilitaram trocas recíprocas entre contextos locais e globais e favoreceram a recepção de suas críticas à democracia racial e ao universalismo abstrato.
Ao evidenciar essas dinâmicas, a tese contribui para os debates sobre pensamento feminista negro, circulação transnacional de saberes e desigualdades epistêmicas.
Weniger anzeigenBiodiversity is very relevant for maintaining ecosystem services, however, it is under increasing pressure. One of the main anthropogenic pressures on biodiversity is land use change. Nevertheless, the exact effects of land use change on biodiversity are still poorly understood. While it is known that habitat loss is a major driver of extinction in fragmented landscapes, the effect of fragmentation per se, meaning the breaking apart of a landscape while keeping the habitat amount constant, on biodiversity is still discussed. Several explanations have been furnished possibly explaining the seemingly contradictive findings of the effect of fragmentation per se on biodiversity in the past. Among these are spatial and temporal scale-dependencies of biodiversity measures as well as species-specific responses to fragmentation per se. In order to resolve the confusions regarding the effects of fragmentation per se on biodiversity for these factors, I established an agent-based model of species communities in landscapes subject to fragmentation including specific demographic effects. I found clear scale-dependencies of responses in biodiversity for fragmentation per se for temporal and spatial scales. For instance, the model showed positive geometric fragmentation effects on landscape-scale on biodiversity with increasing levels of fragmentation per se right after fragmentation took place. However, at the end of the model simulations, after demographic fragmentation effects were able to establish, positive, neutral, and also negative responses to fragmentation per se were found, showing that responses to fragmentation per se can vary over time. While at the end of model simulations on landscape-scale positive, neutral, and also negative effects of fragmentation per se on biodiversity depending on the included demographic fragmentation effects were found, on patch-scale only weakly negative responses in biodiversity to fragmentation per se were detected. Thus, these results show the spatial scale-dependencies of fragmentation per se on biodiversity. Lastly, responses to fragmentation per se varied pronouncedly for species with different foraging strategies and movement distances. Hence, this study helps to understand and disentangle seemingly contradictive findings of the effects of fragmentation per se on biodiversity. Additionally, I outline how to resolve further confounding findings of the past regarding fragmentation per se and discuss adequate approaches for future research on fragmentation per se. Finally, the present results can help to create suitable conservation schemes in the future.
Weniger anzeigenExtreme Wetterereignisse wie Starkregen, Sturm oder Gewitter führen regelmäßig zu erheblichen Belastungen für die Feuerwehren. Neben Sachschäden an Gebäuden und Infrastrukturen stellen insbesondere hohe Einsatzaufkommen innerhalb kurzer Zeiträume eine Herausforderung für Personal- und Materialressourcen dar. Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung und Evaluierung statistischer Impact-Modelle, die die lokalen Auswirkungen meteorologischer Ereignisse in Form der erwarteten Anzahl wetterbedingter Feuerwehreinsätze quantitativ beschreiben und damit eine Entscheidungsgrundlage für Einsatzplanung und Risikomanagement bieten.
Als Datengrundlage dienen historische Einsatzdaten aus drei benachbarten bayerischen Leitstellenregionen (Ansbach, Bamberg-Forchheim und Nürnberg), kombiniert mit meteorologischen Informationen aus dem RADKLIM-Datensatz des Deutschen Wetterdienstes sowie Expositionsabschätzungen aus OpenStreetMap-Daten. Für die Modellierung wird ein Hürden-Ansatz auf Basis generalisierter linearer Modelle verwendet, der zwischen der Wahrscheinlichkeit eines Einsatzauftretens und der erwarteten Einsatzzahl unterscheidet. Dadurch können sowohl die Vulnerabilität als auch der resultierende Impact getrennt, aber konsistent beschrieben werden.
Die Analysen zeigen, dass die Gebäudefläche den mit Abstand wichtigsten Expositionsprädiktor darstellt. Niederschlagsinduzierte Einsätze lassen sich besser modellieren als windbedingte, was durch die Limitierung auf den RADKLIM-Datensatz zurückzuführen ist, der als Re-Analyse-Produkt auch die direkte Nutzung der Modelle für Nowcasts verhindert. Insgesamt liefern die Modelle für alle drei Leitstellen qualitativ vergleichbare Ergebnisse, mit einer höheren Vorhersagegüte für die Einsatzwahrscheinlichkeit als für die absolute Einsatzzahl. Zusätzlich sind die Ergebnisse qualitativ mit älteren Analysen für gewitterbedingte Einsätze in Berlin konsistent.
Die vorgestellten Ansätze bieten damit, insb. auch durch die frei verfügbaren OpenStreetMap-Daten, eine übertragbare Grundlage für die quantitative Beschreibung wetterbedingter Feuerwehreinsätze, die das Potenzial haben, von Feuerwehren als zusätzliche Entscheidungshilfe genutzt zu werden.
Weniger anzeigenDie Arbeit rekonstruiert den Wandel des Emanzipationsbegriffs in der Geschichtsdidaktik von den Debatten der 1970er und 1980er Jahre bis zu aktuellen fachlichen Positionen. Auf Grundlage einer systematischen Analyse zentraler Ansätze – insbesondere von Annette Kuhn, Klaus Bergmann, Jörn Rüsen und Peter Schulz-Hageleit – werden unterschiedliche Verständnisse von Emanzipation entlang dreier Dimensionen vergleichend herausgearbeitet: Formen von Abhängigkeit und Bevormundung, Zielvorstellungen historischen Lernens sowie die Rollen von Lehrpersonen und Schülerinnen. Darauf aufbauend werden neuere geschichtsdidaktische Konzepte (u. a. Barricelli und Lücke) untersucht, um zu zeigen, wie sich die ehemalige Leitkategorie der Emanzipation in gegenwärtigen Ansätzen transformiert hat und häufig nur noch implizit wirksam ist. Vor diesem Hintergrund wird die Perspektive der Critical Pedagogy, am Beispiel von Henry Giroux, als analytischer und normativer Bezugsrahmen eingeführt. Giroux’ radikaldemokratisches Bildungsverständnis verbindet Strukturkritik, Subjektbildung und politische Handlungsfähigkeit und ermöglicht es, historisches Lernen als politischen Praxisraum zu konzeptualisieren. Die Arbeit zeigt, dass Critical Pedagogy einen Impuls für die Geschichtsdidaktik darstellt, indem sie historische Bildung mit Fragen von Macht, Partizipation und sozialer Transformation verknüpft.
Weniger anzeigenThis bachelor’s thesis examines the integration of large language models into medical questionnaires using the example of a checklist from the Deutsche Krebsgesellschaft for recording hereditary risk factors for breast and ovarian cancer. The aim is to develop and evaluate an LLM-assisted user interface that supports users in answering complex questions, thereby improving usability and user experience. As part of a human-centered design process, a proof of concept was designed, developed, and tested in a qualitative study with six participants. The user interface includes arti- ficial intelligence support from two LLM agents that communicate with each other and generate appropriate outputs for users. The results of the study show improved trans- parency, guidance, and efficiency through LLM assistance, while reducing the overall complexity of the questionnaire. The work confirms the potential of large language models to support medical survey in- struments, but also provides an outlook on necessary improvements and future research areas for the further development of such applications.
Weniger anzeigenDie Masterarbeit "Dialogisches Lernen und Sprachbildung im Mathematikunterricht" ist an der Schnittstelle von Mathematikdidaktik und Sprachbildung verortet und untersucht das Dialogische Lernen nach Gallin und Ruf im Hinblick auf seine sprachbildenden Potenziale im Mathematikunterricht. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass mathematisches Lernen in hohem Maße sprachlich vermittelt ist und Sprache dabei nicht nur Medium, sondern zugleich Voraussetzung und Gegenstand fachlichen Lernens darstellt. Vor diesem Hintergrund wird das Dialogische Lernen als Unterrichtskonzept betrachtet, das durch seine konsequente Ausrichtung auf Schriftlichkeit, individuelle Denkwege und dialogische Rückmeldung besondere Anknüpfungspunkte für sprachbewusstes Lernen bietet. Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse zweier didaktischer Ansätze: dem Dialogischen Lernen nach Ruf und Gallin sowie dem Konzept des sprachbildenden Mathematikunterrichts nach Prediger. Ziel ist es, beide Konzepte systematisch zueinander ins Verhältnis zu setzen und zu klären, inwiefern das Dialogische Lernen – betrachtet durch die „Brille“ der Sprachbildung – als sprachsensibler beziehungsweise teilweise sprachbildender Mathematikunterricht verstanden werden kann. Im analytischen Teil werden die grundlegenden sprachdidaktischen Orientierungen sowie zentrale Prinzipien der Sprachbildung nach Prediger auf das Dialogische Lernen angewendet. Dabei zeigt sich, dass das Dialogische Lernen zahlreiche sprachbildende Potenziale aufweist: Es fördert reichhaltige Sprachhandlungen, unterstützt die individuelle Begriffsbildung, verknüpft sprachliche und fachliche Lernprozesse und macht Denkwege durch schriftliche Artikulation sichtbar und reflektierbar. Gleichzeitig wird deutlich, dass zentrale Elemente eines systematisch sprachbildenden Mathematikunterrichts – wie vorausschauende Sprachdiagnostik, explizite Scaffolds, planvolle Registerarbeit oder angeleitete Darstellungs- und Sprachenvernetzung – im Dialogischen Lernen nicht vorgesehen sind. Diese Begrenzungen ergeben sich jedoch nicht aus einem didaktischen Defizit, sondern aus der konzeptionellen Offenheit des Ansatzes, der individuelle Ausdrucksformen und nicht vorstrukturierte Lernwege bewusst in den Mittelpunkt stellt. Auf dieser Grundlage werden Konsequenzen für die Unterrichtspraxis abgeleitet. Die Arbeit zeigt, dass Sprachbildung im Dialogischen Lernen dort sinnvoll integrierbar ist, wo sie reaktiv, minimal und an authentischen Lernendenäußerungen orientiert erfolgt – insbesondere im Rahmen der dialogischen Rückmeldung und der Autografensammlung. Eine zentrale Rolle kommt dabei der sprachlichen Sensibilität der Lehrkraft zu, die sprachliche Lerngelegenheiten wahrnimmt und aufgreift, ohne die dialogische Offenheit des Unterrichts zu unterlaufen. Insgesamt leistet die Arbeit einen Beitrag zur mathematikdidaktischen Diskussion um sprachbewusst gestalteten Unterricht und zeigt, wie fachliches und sprachliches Lernen im Dialogischen Lernen miteinander verbunden werden können, ohne den Kern des Konzepts aufzugeben.
Weniger anzeigenHuman-carnivore conflicts arise when encounters between humans and carnivores lead to negative consequences for one or both parties. They are often complex and globally widespread, varying across social-ecological systems. In Argentina, conflicts with pumas are prevalent and can be categorized into two main types: conflicts arising from livestock depredation and trophy hunting. The former is driven by livestock depredation, which in turn generates negative attitudes and behaviors towards these carnivores and may result in retaliatory killings of the pumas. The latter is motivated by leisure or sports aspects. However, the understanding of how different social-ecological variables influence these conflicts on a broader scale is very scarce, and scientific research addressing this is lacking. This study focused on the aforementioned types of human-puma conflicts and characterized and explored the social- ecological attributes of them in different social-ecological land systems (SELS) of Argentina. Using online-news articles and scientific literature from 2017 until 2022, I identified 90 conflict locations (51 livestock depredation and 39 trophy hunting). I analyzed the influence of five spatial social-environmental variables (such as: distance to protected areas; unpaved roads; or small-livestock density) on the occurrence of each conflict type through a multinomial logarithmic model. My findings reveal that both conflicts occurred predominantly in the SELS types “low-diversity cold and temperate grassy rangeland”, and “urbanized large scale agricultural plains”, with trophy hunting dominating in the latter. While the modelled variables number of settlements and small-livestock density were influential for both conflict types, a shorter distance to protected areas characterized the occurrence of livestock depredation conflicts, while the presence of unpaved roads characterized the occurrence of trophy hunting. Overall, the location and identification of the social-ecological variables that characterize human-puma conflict types, at a regional scale, can inform efforts towards an early detection of conflicts, and thus contribute to the sustainable management of complex regions.
Please note that this MSc thesis was published as a peer-review research article: Himmelsbach, Nanni, Ypa, Piquer-Rodríguez (2025). Spatial characterization of human-puma interactions in social-ecological land systems of Argentina, Global Ecology and Conservation, https://doi.org/10.1016/j.gecco.2025.e03953.
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