dc.contributor.author
Neumann Villarroel, Bettina
dc.date.accessioned
2026-01-09T10:16:50Z
dc.date.available
2026-01-09T10:16:50Z
dc.identifier.uri
https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/50910
dc.identifier.uri
http://dx.doi.org/10.17169/refubium-50637
dc.description.abstract
Die Masterarbeit untersucht die poetischen Werke Füchse von Llafenko und Spandau von Gloria Dünkler im Hinblick auf ihre literarische Auseinandersetzung mit transkontinentalen Formen des Nationalismus und der Erinnerungskultur im Kontext der deutsch-chilenischen Geschichte. Beide Texte thematisieren historische Verflechtungen des Nationalsozialismus mit Chile, sei es über den Einfluss nationalsozialistischer Ideologie auf die "Auslandsdeutschen" in Chile oder über die Flucht und das spätere Leben des NS-Funktionärs Walther Rauff. Während Füchse von Llafenko den migrationspolitischen Diskurs problematisiert, richtet Spandau den Fokus auf die Sichtbarmachung der scheinbaren Normalisierung nationalsozialistischer Täterbiografien im Exil und die poetische Zeugenschaft politischer Gefangener während der Pinochet-Diktatur. Die Analyse zeigt, dass sich beide Werke intertextueller und intermedialer Verfahren bedienen, etwa durch Bezüge zur "poesía testimonial" sowie durch die Einbindung von Dokumenten und Zeitungszitaten. Die lyrische Gattung ermöglicht dabei eine offene und vielschichtige Exploration der Vorstellung von „den Deutschen“ als nationaler Gruppe in Chile. Besonders in Füchse von Llafenko verschränken sich Vorstellungen eines „erfundenen Bluts“ mit Modernitätsversprechen der staatlich geförderten deutschen Migration und Selbstbildern nationaler Identität. Die wiederkehrende Metaphorik der Pflanzlichkeit eröffnet zugleich neue Denkweisen von Herkunft, Anpassung und Identitätskonstruktion jenseits territorialer Fixierungen. Im Sinne der Gedächtnistheorie nach Astrid Erll lassen sich unterschiedliche Dimensionen der Erinnerungskultur herausarbeiten: Beide konzentrieren sich auf die mentale Dimension, indem es bestehende Narrative durch dokumentarische Vertiefung hinterfragt und erweitert, während Füchse von Llafenko stärker die soziale Dimension der Erinnerungskultur adressiert, indem es den chilenischen Migrationsdiskurs literarisch reflektiert und pluralisiert. Beide Texte verdeutlichen, dass Erinnerungskultur stets von konkurrierenden Perspektiven geprägt ist.
de
dc.format.extent
II, 75 Seiten
dc.rights.uri
http://www.fu-berlin.de/sites/refubium/rechtliches/Nutzungsbedingungen
dc.subject
Chilenische Lyrik
de
dc.subject
Nationalismus
de
dc.subject
Nationalismus
de
dc.subject
Erinnerungskultur
de
dc.subject
Deutsch-chilenische Geschichte
de
dc.subject
Intertextualität
de
dc.subject
Intermedialität
de
dc.subject
deutsche Einwanderung
de
dc.subject
Poesía chilena
es
dc.subject
nacionalismo
es
dc.subject
historia chileno-alemana
es
dc.subject
Nacionalismo transnacional
es
dc.subject
Intertextualidad
es
dc.subject
Intermedialidad
es
dc.subject
migración alemana
es
dc.subject.ddc
800 Literatur::860 Spanische, portugiesische Literaturen::860 Spanische, portugiesische Literaturen
dc.title
„Aquí podemos inventarnos una sangre“
dc.identifier.urn
urn:nbn:de:kobv:188-refubium-50910-9
dc.title.subtitle
Transkontinentaler Nationalismus in Gloria Dünklers Füchse von Llafenko und Spandau
refubium.affiliation
Philosophie und Geisteswissenschaften
refubium.affiliation
Lateinamerika-Institut (LAI)
refubium.affiliation.other
Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft

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yes
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free
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open access