The oral squamous cell carcinoma (OSCC) is the most common malignant tumor of the oral cavity. The high and rising incidence of OSCC contrasts with the almost constantly poor prognosis for the long-term survival of affected patients in recent decades. In addition to the resulting burden on the healthcare system, the often therapeutically complex and invasive procedures in the head and neck area also represent a significant burden for patients. This study investigates clinical and histological parameters concerning patients with an OSCC analyzing them in terms of survival rate. To accomplish this, data from 558 patients, who were diagnosed with OSCC and were treated at Charité – Universitätsmedizin Berlin during the years from 2005 to 2011 was collected and analyzed in this retrospective study. Patients included in the evaluation aged 27 to 98 years with a typical gender distribution of 361 males (64,7 %) and 197 females (35,3 %). The median survival in this study group was found to be 79.5 months, with a 5-year-survival rate of 55 %. The influence of a high patient age at diagnosis on the mortality risk was shown in both univariate and multivariate analyses. Furthermore, underweight (BMI < 18), clinical and pathological T-stage, extracapsular lymph node metastasis and a resection distance < 5 mm were found to be significantly associated with overall survival in multivariate analyses. In addition to factors already known to influence survival, such as nicotine abuse and advanced tumor stage, the role of the following laboratory parameters in the risk of mortality was identified: increased CRP levels, Hb values < 12 mg/dl and leukocytosis (> 12/nl). It was also shown that the tumor size was underestimated by an average of 3.9 mm in CT diagnostics. Parameters associated with advanced tumor stages such as lymph node involvement and in particular the extracapsular spread of lymph node metastases as well as patients with R1 resection status have a significantly worse survival rate, so that in conclusion the early detection of OSCC plays a key role in the question of ways to improve the prognosis. In addition to the need to conduct further studies in order to find suitable predictive parameters for the survival of OSCC patients, which could influence treatment planning as possible risk markers, the present study aims to emphasize the relevance of the earliest possible diagnosis.
Beim oralen Plattenepithelkarzinom (OSCC) handelt es sich um die häufigste maligne Neoplasie im Bereich der Mundhöhle. Der hohen und tendenziell steigenden Inzidenz des OSCC steht eine in den letzten Jahrzehnten nahezu konstant schlechte Prognose für das Langzeitüberleben betroffener Patienten gegenüber. Neben hieraus resultierenden Belastungen des Gesundheitssystems stellen die häufig therapeutisch aufwändigen und invasiven Verfahren im Kopf-Hals-Bereich für die Patienten eine ebenfalls nicht unwesentliche Belastung dar. In der vorliegenden Arbeit werden klinische und histologische Parameter an OSCC erkrankter Patienten hinsichtlich ihres Zusammenhangs mit dem Gesamtüberleben dieser untersucht. Hierzu wurden die Daten von 558 Patienten mit gesichertem OSCC, die sich im Zeitraum von 2005 bis 2011 an der Charité – Universitätsmedizin Berlin diesbezüglich in Behandlung befanden, für eine retrospektive Datenanalyse erhoben und analysiert. Die in die Auswertung aufgenommenen Patienten im Alter zwischen 27 und 98 Jahren zeigten eine für das OSCC typische Geschlechterverteilung von 361 Männern (64,7 %) und 197 Frauen (35,3 %). Das mediane Überleben des Gesamtkollektivs lag bei 79,5 Monaten, die Fünf-Jahres-Überlebensrate betrug 55 %. Der Einfluss eines hohen Patientenalters bei Diagnosestellung auf das Mortalitätsrisiko konnte sowohl in uni- als auch multivariaten Analysen gezeigt werden. Des Weiteren konnten Untergewicht (BMI < 18), klinischem sowie pathologischem T-Stadium, der extrakapsulären Lymphknotenmetastasierung und einem Resektionsabstand < 5 mm in multivariaten Analysen ein signifikanter Zusammenhang mit dem Gesamtüberleben nachgewiesen werden. Neben bereits bekanntermaßen auf das Überleben Einfluss nehmender Faktoren wie Nikotinabusus und fortgeschrittenem Tumorstadium konnte die Rolle folgender Laborparameter für das Mortalitätsrisiko identifiziert werden: Erhöhung des CRP-Wertes, Hb-Werte < 12 mg/dl sowie Leukozytose (> 12/nl). Es konnte außerdem gezeigt werden, dass die Tumorgröße in der CT-Diagnostik im Mittel um 3,9 mm unterschätzt wurde. Mit fortgeschrittenen Tumorstadien assoziierte Parameter wie Lymphknotenbefall und hierbei im Besonderen die extrakapsuläre Ausbreitung der Lymphknotenmetastasen sowie Patienten mit R1-Resektionsstatus weisen eine deutlich schlechtere Überlebensrate auf, sodass in Konklusion die Früherkennung des OSCC eine Schlüsselrolle bei der Frage nach Möglichkeiten zur Verbesserung der Prognose einnimmt. Neben der Notwendigkeit zur Durchführung weiterer Studien, um geeignete prädiktive Parameter für das Überleben von OSCC-Patienten zu finden, die als mögliche Risikomarker Einfluss auf die Therapieplanung nehmen könnten, soll in der vorliegenden Arbeit die Relevanz einer frühestmöglichen Diagnosestellung hervorgehoben werden.