Dimensional assessment of personality functioning (PF) plays a pivotal role in modern conceptualizations of psychopathology and is recognized as a central criterion for personality disorders in DSM-5 and ICD-11. This paper provides an overview of the conceptual and theoretical foundations of PF, including its link to early relational experiences and personality dynamics. Emerging evidence suggests PF as a promising framework in debates around a general factor of psychopathology, offering consistency and clarity in understanding transdiagnostic severity as well as specific clinical phenotypes. Clinically, PF serves as a flexible and evidence-based framework for tailoring interventions to individual needs, transcending theoretical orientations and intervention methods. Open questions remain, for example, regarding the interaction of PF with personality traits, relational patterns, and treatment processes.
Die dimensionale Diagnostik von Persönlichkeitsfunktion (PF) spielt eine zentrale Rolle in modernen Konzepten der Psychopathologie und wird als zentrales Kriterium für Persönlichkeitsstörungen in DSM-5 und ICD-11 anerkannt. Dieser Artikel bietet einen Überblick über die konzeptionellen und theoretischen Grundlagen von PF, einschließlich ihres Zusammenhangs mit frühen Beziehungserfahrungen und Persönlichkeitsdynamik. Studienergebnisse deuten darauf hin, dass PF ein vielversprechender Rahmen für Diskussionen um einen allgemeinen Faktor der Psychopathologie ist, und bietet Konsistenz und Klarheit beim transdiagnostisches Verständnis von Schweregradabschätzungen sowie spezifischen klinischen Phänotypen. Klinisch kann PF über unterschiedliche theoretische Orientierungen und Interventionsmethoden hinweg als flexibler und evidenzbasierter Rahmen für die Anpassung von Interventionen an individuelle Bedürfnisse verwendet werden. Offene Fragen bestehen unter anderem hinsichtlich der Interaktion von PF mit Persönlichkeitsmerkmalen, Beziehungsmustern und Behandlungsprozessen.