Introduction: Preclinical curricula in medical education are increasingly overflowing with other basic sciences, and while anatomy remains a central subject, its instructional time has seen a steady decrease. Educators are concerned about declining levels of anatomical knowledge, and it has become clear: the instruction of anatomy must adapt to contemporary teaching and curricula changes. Cadaveric dissection prevails as the main instructional method in most universities, but how to make this method more efficient? Many agree to see great potential in integrating radiographic imaging to increase interest, and deeper understanding of anatomy. While the current body of research has mostly focused on medical students, this study has focused on studying the effects of this integrated teaching approach on the performance and motivation of dentistry students. Methods: The third preclinical semester was divided into a control and an intervention group. A curriculum was conceptualized and was delivered to students of the intervention group in parallel with their dissection course. The curriculum was written utilizing the backwards design method by Wiggins and McTighe. To analyse the courses’ effect on student motivation, a survey was designed and handed out at the end of the course to the intervention group. To assess the effects on student performance, an assessment form was created utilizing three levels of Bloom’s taxonomy and delivered at the end of the course to both the intervention and control group for comparison. Key descriptive statistics were applied to analyse responses in the student survey and hypothesis testing followed, with an independent samples two paired t-test to assess significant changes in performance after attending the integrated approach. Results: Students reported high levels of satisfaction and thought it to be altogether advantageous for their education. They recognized the integrated approach for an increased level of knowledge in gross anatomy and radiology. Though not statistically significant, a positive impact on student performance was observed, especially in lower domains of cognitive demand. Conclusions: An integrated approach of teaching anatomy with radiology is a resourceful and cost-effective way to address the gap created by the shortage of instruction time, while improving students' knowledge of anatomy and boosting their interest levels.
Einleitung: Obwohl Anatomie nach wie vor eines der zentralen vorklinischen Fächer darstellt, werden die vorklinischen Lehrpläne zunehmend mit anderen Grundlagenfächern gefüllt, wodurch die Unterrichtszeit für anatomische Inhalte stetig abgenommen hat. Dozierende sind besorgt über den Rückgang der anatomischen Kenntnisse, und es wird deutlich, dass der Anatomieunterricht an die Veränderungen in der Lehre angepasst werden muss. Das Präparieren von Körperspenden bleibt an den meisten Universitäten die meistverbreitete Lehrmethode, aber viele appellieren, dass die Integration von Bildgebung ein großes Potenzial bietet, um das Interesse von Studierenden zu steigern und das Verständnis zu vertiefen. Während sich die derzeitige Forschung überwiegend auf Medizinstudierende konzentriert, hat sich diese Studie auf die Untersuchung der Auswirkungen dieses integrierten Lehransatzes auf die Leistung und Motivation von Zahnmedizinstudierenden konzentriert. Methodik: Das dritte vorklinische Semester wurde in eine Kontroll- und eine Interventionsgruppe unterteilt. Es wurde ein Lehrplan konzipiert, der der Interventionsgruppe parallel zu ihrem Präparierkurs vermittelt wurde. Der Lehrplan wurde nach der Methode des Backward Design von Wiggins und McTighe erstellt. Um die Auswirkungen des Kurses auf die Motivation zu analysieren, wurde eine Umfrage am Ende des Kurses an die Interventionsgruppe verteilt. Um die Auswirkungen auf die Leistung zu bewerten, wurde ein Prüfungsformular erstellt, das drei Stufen der Bloom'schen Taxonomie verwendet und am Ende des Kurses sowohl der Interventions- als auch der Kontrollgruppe zum Vergleich vorgelegt wurde. Die wichtigsten deskriptiven Statistiken wurden angewandt, um die Antworten in der Studierendenbefragung zu analysieren, und es folgte ein Hypothesentest mit einer unabhängigen Stichprobe mit zwei gepaarten t-Tests, um signifikante Veränderungen in der Leistung nach der Teilnahme am integrierten Ansatz zu bewerten. Ergebnisse: Die Studierenden zeigten sich sehr zufrieden und hielten es insgesamt für vorteilhaft für ihre Ausbildung. Sie erkannten, dass der integrierte Ansatz zu einem höheren Wissensstand in der makroskopischen Anatomie und Radiologie führte. Wenn auch nicht statistisch signifikant, so wurde doch ein positiver Einfluss auf die Leistungen der Studierenden festgestellt, insbesondere in den unteren Bereichen der kognitiven Anforderungen. Schlussfolgerungen: Ein integrierter Ansatz für die anatomisch-radiologische Lehre ist eine effiziente und kostenwirksame Möglichkeit, die durch den Mangel an Unterrichtszeit entstandene Lücke zu schließen und gleichzeitig die Anatomiekenntnisse der Studierenden zu verbessern und ihr Interesse zu fördern.