dc.contributor.author
Schäffner, Elke
dc.date.accessioned
2018-06-07T17:07:59Z
dc.date.available
2008-12-02T10:42:31.631Z
dc.identifier.uri
https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/3429
dc.identifier.uri
http://dx.doi.org/10.17169/refubium-7629
dc.description.abstract
Die Anzahl der Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz (CNI) wächst
weltweit. Da die meist immer noch irreversibel ist, kommt der Präventivmedizin
eine immer größere Bedeutung zu. Diese wachsende Bedeutung liegt zum einen in
der verkürzten Lebenserwartung und deutlich eingeschränkten Lebensqualität
eines Dialysepatienten begründet, zum anderen erleben präventive Strategien
vor dem Hintergrund einer immer notwendiger werdenden Kosteneinsparung eine
besondere Brisanz. Die Transplantation wird neben den anderen
Nierenersatzverfahren i.d.R. als beste Option angesehen, da sie im Vergleich
zur Dialyse mit einer höheren Lebenserwartung und verbesserten Lebensqualität
einhergeht. Darüber hinaus ist sie trotz teurer Medikamente kostengünstiger
als jedes Dialyseverfahren. Wie viel Aufklärung auch bei medizinischem
Personal noch notwendig ist, um den wieder wachsenden Spalt zwischen
Organangeboten und Wartelistenpatienten zu verkleinern, zeigte unsere
Fragebogenerhebung. Das Transplantatüberleben so lange wie möglich zu sichern,
ist somit eines der wichtigsten Ziele innerhalb der Transplantations-
Nephrologie. Auch hier gilt es, mit Hilfe präventiver Behandlungskonzepte
alles zu verhindern, was zu einem Transplantatverlust beitragen könnte. Um
präventive Maßnahmen ergreifen zu können, müssen modifizierbare Risikofaktoren
identifiziert werden. Die Liste der Ursachen für ein chronisches
Nierenversagen wird von Diabetes mellitus (DM) und art. Hypertonie angeführt.
Die Rolle der Dys- oder Hyperlipidämie (häufig einhergehend mit DM oder art.
Hypertonie) in Verbindung mit „nephrologischen Patienten“, seien sie im
Stadium der Prädialyse, Dialyse oder transplantiert, erfährt weiterhin eine
kontroverse Diskussion. Besonders im Zusammenhang mit veröffentlichten Daten
aus großen RCTs („4D“- u. „ALERT“) konnten unsere beiden Datensätze in Form
initial Nierengesunder und Nierentransplantatempfängern dazu beitragen zu
verdeutlichen, wie wichtig bezüglich einer Therapieindikation die
Differenzierung in verschiedene Populationen ist. So geben, vor dem
Hintergrund der Ergebnisse eines marginalen Therapiebenefits durch Statine in
der Extension-ALERT-Studie die „Null-Findings“ unserer Untersuchung Anlaß,
über eine Kosteneffektivität einer Statintherapie bei NTE nachzudenken. Daß
erhöhte Blutfette mit der Entstehung einer Niereninsuffizienz
vergesellschaftet sein können, war bisher nicht untersucht worden. Das
Ergebnis dieser Analyse ist ein weiteres Argument, Patienten mit erhöhten
Blutfetten, v.a. aber auch erniedrigtem HDL, in Hinblick auf die
Nierenfunktion großzügig präventiv mit Statinen zu behandeln. Die potentiell
protektive Wirkung eines moderaten Alkoholkonsums in Hinblick auf die
Entwicklung einer Niereninsuffizienz ist ebenfalls ein neues Ergebnis, welches
Aussagen retrospektiver Analysen konterkariert. Gesundheitspolitische
Empfehlungen sind diesbezüglich delikat. Inhaltlich sind unsere „Alkohol-
protektiven“ Ergebnisse jedoch konsistent, wenn man zum einen die erhöhten
HDL-Spiegel bei vermehrtem Alkoholkonsum bedenkt, zum anderen den positiven
Effekt sowohl auf die Inzidenz von DM als auch auf die Entwicklung einer
Arteriosklerose. Die Untersuchungen von Assoziationen zwischen erhöhtem
Calcium, Phosphat und Ca-PO4 und Transplantatüberleben, bzw. Mortalität sind
ebenfalls neu und, besonders den Zusammenhang von erhöhtem Calcium und
verringertem Risiko betreffend, erstaunlich. Zusammenfassend untersuchten wir
in zwei unterschiedlichen Populationen drei potentielle Risikofaktoren, wobei
ihre Rolle anhand unserer Analysen teilweise neu interpretiert werden konnte.
Wir denken, dass wir somit einen Beitrag zum besseren Verständnis renaler
Risikofaktoren liefern konnten, der wiederum helfen kann, den Weg zu ebnen für
präventive, zielgerichtete Interventionen.
de
dc.description.abstract
The number of patients with chronic kidney disease (CKD) is growing worldwide.
Since CKD is irreversible in most cases, much emphasis should be put on
preventive strategies. This growing impact is further emphasized by the
shortened life expectancy and limited quality of life in dialysis patients. In
terms of cost effectiveness preventive strategies are even more important.
Transplantation is seen as one of the best options in renal replacement
therapies. Furthermore transplantation is even more cost-effective than other
renal replacement therapies such as hemo- or peritoneal-dialysis. Our survey
showed how much education is still needed within the medical staff to reduce
the widening gap between organ demand and supply. To prolong transplant
survival as long as possible and to contribute as much as possible to the best
of care for the kidney transplant recipient (KTR) are the most important goals
of transplant nephrology. Again preventive strategies are to avoid early and
late transplant loss. To take preventive measures modifiable risk factors have
to be identified first. The most common causes of CKD are diabetes mellitus
(DM) and arterial hypertension. The role of Dys- or Hyperlipidemia (very often
associated with DM and hypertension) in the predialysis and dialysis patients
or KTR is still discussed in contradictive ways. Especially in the context of
recently published huge RCTs (“4D” and “ALERT”) our analyses of initially
healthy persons and kidney transplant patients could contribute to demonstrate
the importance to differentiate between different populations concerning
treatment. In the light of the marginal therapeutic benefit of statins in the
extension ALERT-trial our null-findings give reason to think about cost-
effectiveness of statins in kidney transplant recipients. The fact that
elevated lipid levels can be associated with the development of CKD had not
been studied before. The result of this study is another argument to treat
patients with elevated lipids and decreased HDL-levels with statins. The
potentially protective influence of moderate alcohol intake with regard to
CKD-development is a new result too and contradicts former retrospective
analyses. Public health recommendations are difficult and should be made with
great care. The analyses on associations between elevated Calcium, Phosphate
and Ca-PO4-product and transplant survival and mortality respectively are also
new and surprising. In summary we investigated three different risk factors in
two different populations (initially healthy persons who developed CKD and KTR
of whom some developed chronic transplant failure) and were able to interpret
their role anew. We think we could contribute to the better understanding of
renal risk factors which could help paving the way for preventive strategies.
en
dc.rights.uri
http://www.fu-berlin.de/sites/refubium/rechtliches/Nutzungsbedingungen
dc.subject.ddc
600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften::610 Medizin und Gesundheit
dc.title
Identifizierung von Risikofaktoren für die Entstehung einer chronischen
Niereninsuffizienz in zwei unterschiedlichen Populationen
dc.contributor.contact
elke.schaeffner@charite.de
dc.contributor.firstReferee
Prof. Dr. C. Wanner
dc.contributor.furtherReferee
Prof. Dr. T. Benzing
dc.date.accepted
2008-11-12
dc.identifier.urn
urn:nbn:de:kobv:188-fudissthesis000000006202-6
dc.title.translated
Identifying risk factors for the development of chronic kidney disease in two
different populations
en
refubium.affiliation
Charité - Universitätsmedizin Berlin
de
refubium.mycore.fudocsId
FUDISS_thesis_000000006202
refubium.mycore.derivateId
FUDISS_derivate_000000011280
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open access