Der vorliegende Forschungsbericht gibt einen vertiefenden Einblick in die gesundheitliche Versorgung in zwei niedrigschwelligen Berliner Gesundheitszentren für Menschen in Wohnungslosigkeit und Bedürftigkeit. Die bislang einmalige Datenbasis (n=4.422) erlaubt es, ein differenziertes Bild der heterogenen Patient:innengruppe zu zeichnen und zudem den Wandel ihrer Versorgungsbedarfe im zeitlichen Verlauf von zehn Jahren (2012-2022) abzubilden. Weiterhin können Aussagen über die in den Einrichtungen erfolgte und dokumentierte primärärztliche Versorgung hinaus getroffen werden, da die archivierten Patient:innenakten auch Entlassungsdokumente notfallmedizinischer und stationärer Versorgungseinrichtungen enthielten. Der Bericht schließt mit konkreten Handlungsempfehlungen für die präventive Versorgungspraxis und methodischen Reflexionen zur weitergehenden Nutzung derartiger Forschungsdaten.