Im Jahr 2025 wurden erneut zahlreiche Kurse zur guten wissenschaftlichen Praxis für Promovierende angeboten. Dabei überstieg die Anzahl der Kursteilnahmen, die Anzahl der an der FU abgeschlossenen Promotionen. Das Thema „Künstliche Intelligenz“ gewann sowohl in den Kursen für Nachwuchswissenschaftler*innen als auch in den Angeboten für Studierende zum wissenschaftlichen Arbeiten zunehmend an Bedeutung. Gemeinsam mit HU, TU und der Charité bot die FU zum ersten Mal auch einen Online-Kurs zur guten wissenschaftlichen Praxis an. Die Anti-Plagiatssoftware für Lehrende wurde in den Regelbetrieb überführt. Im Rahmen des Tags der guten wissenschaftlichen Praxis wurde erstmalig der Rosalind-Franklin-Preis für wissenschaftliche Integrität vergeben. Die Anzahl der Anfragen bei den Ombudspersonen bzw. der Koordinationsstelle für wissenschaftliche Integrität ist im Vergleich zum Vorjahr erneut angestiegen. Wie schon 2024 kamen die meisten Hinweise auf wissenschaftliches Fehlverhalten von Nachwuchswissenschaftler*innen, während bei den Beschuldigten die Hochschullehrer*innen die größte Gruppe bildete. Über zwei Drittel der Hinweisgeber*innen waren weiblich. Neben vermeintlichen Plagiaten standen diesmal vor allem Autorschafts- und Betreuungskonflikte im Vordergrund. Eine förmliche Untersuchung wurde eingeleitet und abgeschlossen.
In 2025, a number of courses on research integrity were once again offered to doctoral candidates. The number of course participants exceeded the number of doctorates completed at FU Berlin. The topic of artificial intelligence became increasingly important both in courses for young researchers and in courses on academic writing offered to students. Together with HU, TU and Charité, FU also offered an online course on research integrity for the first time. The anti-plagiarism software for faculty members was transferred to regular operation. As part of the Day of Good Research Practice, the Rosalind-Franklin-Prize for Research Integrity was awarded for the first time. The number of inquiries received by the ombudspersons and the Coordination Office for Research Integrity rose again compared to the previous year. As in 2024, most reports of research misconduct came from early-career researchers, while professors constituted the largest group of accused individuals. Over two-thirds of the whistleblowers were female. In addition to alleged plagiarism, this time the focus was primarily on conflicts of authorship and supervision. One formal investigation was initiated and completed.