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<title>GLOCON Working Paper Series</title>
<link>https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/24985</link>
<description>In den GLOCON Working Paper werden Ergebnisse aus den laufenden Forschungen der Nachwuchsgruppe veröffentlicht. Wir stellen theoretische Überlegungen zum Verhältnis von Landnutzungswandel und sozialen Konflikten sowie empirische Erkenntnisse aus Fallstudien zu unterschiedlichen lokalen, nationalen und regionalen Kontexten in Lateinamerika und Subsahara-Afrika zur Diskussion.</description>
<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 12:23:57 GMT</pubDate>
<dc:date>2026-04-28T12:23:57Z</dc:date>
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<title>All-terrain experts: Land surveyors, remote mapping and land alienation in Mendoza, Argentina</title>
<link>https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/25032</link>
<description>All-terrain experts: Land surveyors, remote mapping and land alienation in Mendoza, Argentina
Martín, Facundo
In jüngster Zeit rückte die Bedeutung von Expert_innenwissen für Landpolitik vermehrt ins Blickfeld der akademischen Debatte. Bislang wird hierbei jedoch die Rolle von Expert_innenwissen bei der Transformation von Kontrolle über, Zugang zu und Besitz von Land oftmals übersehen. Ziel dieses Beitrags ist daher, die Besonderheiten und die Bedeutung gegenwärtiger Kartographierung von Land hinsichtlich dessen Kommodifizierung durch Unternehmen und staatliche Akteur_innen herauszuarbeiten. Ich analysiere, wie remote mapping practices die Transformation von Landregimen beeinflussen. Die zentrale Forschungsfrage lautet wie und inwieweit Landvermesser_innen und deren Kartierungspraktiken für die Katasterämter die Kommodifizierung von Land erleichtern und legitimieren und gleichzeitig de jure und de facto zur Veräußerung von Land von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern beitragen.; There has been recent growing interest in the role of expert knowledge around land politics. One area that has often been overlooked is how land-related expert knowledge has fostered the transformation of the regime of land control, access and ownership. This paper aims to capture the distinctiveness of contemporary mapping politics in relation to the commodification of land by corporate and state actors. I analyse how remote mapping practices influence the transformation of land regimes. The main research question is how and to what extent land surveyors and their cadastral mapping practices facilitate and legitimate market-led land commodification, and at the same time contribute to de jure and de facto peasant land alienation.
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<pubDate>Tue, 01 Jan 2019 00:00:00 GMT</pubDate>
<guid isPermaLink="false">https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/25032</guid>
<dc:date>2019-01-01T00:00:00Z</dc:date>
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<title>„Chiefs do not talk law, most of them talk power“: Die Macht traditioneller Autoritäten in Konflikten um land grabbing in Ghana</title>
<link>https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/25025</link>
<description>„Chiefs do not talk law, most of them talk power“: Die Macht traditioneller Autoritäten in Konflikten um land grabbing in Ghana
Kirst, Sarah
Im Kontext großflächiger Kommodifizierung von Land in Subsahara-Afrika – kritisch als land grabbing bezeichnet – kommt es vermehrt zu Konflikten. In vielen Fällen sind traditionelle Autoritäten zentrale Konfliktakteure. Während sich zahlreiche Studien mit traditionellen Autoritäten als Mediatoren und Konfliktschlichtern2 befassen, thematisieren wenige die Rolle traditioneller Autoritäten als beteiligte Konfliktakteure. Hiermit befasst sich dieses Working Paper anhand einer Fallstudie zu Konflikten um das agrarindustrielle Projekt ScanFarm in Ghana. Ich gehe der Frage nach, inwiefern die Macht traditioneller Autoritäten von Bedeutung für die Entstehung und den Verlauf von Konflikten um land grabbing ist. Dafür analysiere ich das Handeln traditioneller Autoritäten in Konflikten um Land mithilfe von Steven Lukes (1974, 2005) Konzept der sichtbaren, unsichtbaren und internalisierten Macht. Die Gruppe traditioneller Autoritäten, die für die Verwaltung von Land zuständig sind, ist durch Heterogenität und Hierarchien gekennzeichnet. Ich argumentiere, dass diese Hierarchien für die alltägliche Landnutzungspraxis zwar bedeutungslos sind, in Konflikten um land grabbing jedoch relevant werden. Die auf diesen Hierarchien beruhenden Machtverhältnisse bestimmen in Konflikten um land grabbing, wer über die Fähigkeit verfügt territoriale Kontrolle auszuüben. Das Zusammenspiel der drei von Lukes vorgeschlagenen Machtdimensionen bestimmt diese Fähigkeit maßgeblich.; In the context of large-scale commodification of land in sub-Sahara Africa – critically referred to as land grabbing – social conflicts have increased. In many of these conflicts, traditional authorities are central actors. Whereas a number of studies deals with traditional authorities as mediators and arbitrators in conflicts, the role of traditional authorities as conflict actors is hardly considered. In this paper, I address this gap. By referring to a conflict around the agro-industrial ScanFarm project in Ghana, I examine the relevance of traditional authorities’ power for the emergence and course of conflicts over land grabbing. Using Steven Lukes’ (1974, 2005) concept of visible, hidden and internalized power I analyze the actions of traditional authorities in conflicts over land grabbing and demonstrate the heterogeneity and hierarchic structure of the group of traditional authorities responsible for the management of lands. I argue that existing hierarchies are insignificant for everyday land use practices but become relevant in conflicts over land grabbing. Power structures resulting from these hierarchies influence who is able to carry out territorial control, which in turn is crucial when it comes to conflicts over land. The interplay of Lukes’ three dimensions of power considerably shape this ability.
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<pubDate>Sun, 01 Jan 2017 00:00:00 GMT</pubDate>
<guid isPermaLink="false">https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/25025</guid>
<dc:date>2017-01-01T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Die Rolle des Staates in Konflikten um land grabbing in Nordbrasilien</title>
<link>https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/25030</link>
<description>Die Rolle des Staates in Konflikten um land grabbing in Nordbrasilien
Schenk, Mario
Im Kontext des großflächigen Wandels von Zugang und Nutzung von Land – kritisch als land grabbing bezeichnet – kommt es vermehrt zu Konflikten zwischen Landnutzer_innen und Investoren. In diesen Prozessen der „Inkontrollnahme“ ist der Staat auf vielfältige Weise involviert. Empirische Studien zum Staat verweisen zwar auf die Vielseitigkeit und Widersprüchlichkeit staatlichen Handelns; sie beschäftigen sich aber nur in seltenen Fällen mit Konflikten um Land und lassen darüber hinaus die Komplexität des staatlichen Gefüges oftmals unberücksichtigt. In diesem Working Paper analysiere ich anhand einer Fallstudie zum Handeln zehn staatlicher Akteure in einem Konflikt um die Ausweitung der Sojaproduktion im Norden Brasiliens, wie diese Akteure Konflikte um Land beeinflussen. Ich argumentiere, dass das Handeln der unterschiedlichen staatlichen Akteure einzeln und in Beziehung zueinander analysiert werden muss, um die Rolle des Staates in Konflikten um Land besser zu verstehen. Um die Widersprüche staatlichen Handels zu erklären, greife ich auf Pierre Bourdieus Verständnis von Staat als ein Feld zurück. Diese gehen auf unterschiedliche Interessen, Kompetenzen und Zuständigkeiten zurück und strukturieren sich entlang verschiedener gegensätzlicher Anordnungen. Diese Komplexität staatlichen Handelns hat maßgeblichen Einfluss auf den Konfliktverlauf sowie dessen Dauer.; In the context of large-scale changes in access to and use of land – critically dubbed land grabbing – conflicts between land users and investors are an increasing phenomenon. The state is involved in a variety of ways in such processes of taking over control over land. Empirical studies concerned with the state show the diversity and inconsistency of state actions. However, they rarely deal with conflicts over land. Furthermore, the complexity of state structures is often overlooked. In this working paper I ask how state actors influence conflicts over land, using a case study on the actions of ten different state actors in a conflict over the extension of soy production in northern Brazil. I argue that the actions of different state actors need to be analyzed individually and in relation to each other, in order to better understand the role of the state in conflicts over land. For the analysis I use Pierre Bourdieus understanding of the state as a field, which offers an explanation for the contradictory actions of state actors. These are rooted in different interests, competencies and expertise and structured around different polar arrangements. This complexity of state actions has an important influence on the development and duration of conflicts over land.
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<pubDate>Mon, 01 Jan 2018 00:00:00 GMT</pubDate>
<guid isPermaLink="false">https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/25030</guid>
<dc:date>2018-01-01T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Die Verhandlungsmacht von Arbeiter*innen und Gewerkschaften in landwirtschaftlichen Transformationsprozessen: Eine Analyse des Zuckerrohrsektors im Bundesstaat São Paulo</title>
<link>https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/25026</link>
<description>Die Verhandlungsmacht von Arbeiter*innen und Gewerkschaften in landwirtschaftlichen Transformationsprozessen: Eine Analyse des Zuckerrohrsektors im Bundesstaat São Paulo
Brunner, Jan
Seit den 1980er Jahren lässt sich weltweit eine neoliberale Restrukturierung der Landwirtschaft beobachten. Die Kontrolle über, der Zugang zu und die Nutzung von Land änderten sich zugunsten eines agrarindustriellen Modells der Landwirtschaft. Wenig bekannt ist, wie sich diese Transformation auf Arbeit und die Verhandlungsmacht von Arbeiter*innen und Gewerkschaften auswirkt. In diesem Working Paper wird dieser Frage anhand der Transformation des Zuckerrohrsektors im Bundesstaat São Paulo (Brasilien) ab 2002 nachgegangen. Der Sektor ist zunehmend von einer Internationalisierung, Konzentration und Expansion der Produktion sowie der Mechanisierung der Zuckerrohrernte gekennzeichnet. Den theoretischen Rahmen bildet der Machtressourcenansatz. Die Transformation des Sektors führte zu erhöhter Arbeitslosigkeit, neuen Formen der Kontrolle, einer Fragmentierung von Arbeiter*innen und internen Konflikten zwischen Gewerkschaften, was das Handlungsvermögen aller Arbeiter*innen und Gewerkschaften schwächte. Die Analyse zeigt allerdings auch, dass die Mechanisierung der Zuckerrohrernte die Verhandlungsmacht von Arbeiter*innen und Gewerkschaften nicht einheitlich schwächte; Maschinenfahrer*innen und Transportgewerkschaften konnten neue Machtressourcen erschließen.; Since the 1980s a neoliberal transformation of agriculture can be observed worldwide. The control over, the access to and the use of land have been shifted towards an agroindustrial model of production. In the debate related to this transformation, its effects on labor are mostly excluded. In response to this gap this paper focuses on labor, unions and their bargaining power in processes of changing land control and land use. I analyze the effects of the transformation of the sugarcane sector in the state of São Paulo (Brazil) since 2002. The transformation is marked by an internationalization, concentration and expansion of sugarcane production and foremost the mechanization of the harvest. Theoretically the analysis is based on the power resource approach. The transformation of the production process and the labor regime influenced the bargaining power of workers differently depending on the affiliation to the group of manual or mechanized workers. As well, rural unions were affected differently than transport unions by the transformation of the sector. Overall, however, these processes led to increased unemployment, new forms of control, a fragmentation of workers and to internal conflicts within unions, which weakened all workers, unions and labor struggles in the sector.
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<pubDate>Sun, 01 Jan 2017 00:00:00 GMT</pubDate>
<guid isPermaLink="false">https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/25026</guid>
<dc:date>2017-01-01T00:00:00Z</dc:date>
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