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<title>FFU-report Jahrgang 2008</title>
<link>https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/17971</link>
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<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 07:35:24 GMT</pubDate>
<dc:date>2026-04-29T07:35:24Z</dc:date>
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<title>Nachhaltigkeitsstrategien in Deutschland und der EU</title>
<link>https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/19667</link>
<description>Nachhaltigkeitsstrategien in Deutschland und der EU
Lindemann, Stefan; Jänicke, Martin
Ansätze strategischer Nachhaltigkeitsplanung haben sich seit der Konferenz von
Rio (1992) weltweit überdurchschnittlich schnell ausgebreitet. Dennoch bleiben
ihre Funktion und Qualität weiter umstritten. Ausgehend von dieser Debatte
werden hier exemplarisch die Nachhaltigkeitsstrategien Deutschlands und der
Europäischen Union aus umweltpolitischer Sicht bewertet. Die Analyse der
beiden Strategien zeigt, dass diese überwiegend hinter dem Steuerungsmodell
der Agenda 21 zurückbleiben. Insbesondere im Hinblick auf die Ziel- und
Ergebnisorientierung sowie die Förderung der horizontalen
Umweltpolitikintegration sind erhebliche Defizite zu beobachten. Vor diesem
Hintergrund sollten Nachhaltigkeitsstrategien zukünftig als institutioneller
wie thematischer Rahmen aufgewertet werden, in dem die ökologische,
ökonomische und soziale Langzeitperspektive der Gesellschaft systematisch und
koordiniert zur Sprache kommt. Konkrete Verbesserungsvorschläge umfassen dabei
insbesondere die Festlegung von Langfristzielen, die Verbesserung von
Monitoring und Evaluation, horizontale Politikintegration durch integrierte
Nachhaltigkeitsprüfung sowie eine gezielte Stärkung der institutionellen Basis
des Nachhaltigkeitsprozesses.
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<pubDate>Tue, 01 Jan 2008 00:00:00 GMT</pubDate>
<guid isPermaLink="false">https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/19667</guid>
<dc:date>2008-01-01T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Structure and function of the environmental industry</title>
<link>https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/19692</link>
<description>Structure and function of the environmental industry
Jänicke, Martin; Zieschank, Roland
The paper shows the results of a study, which the Environmental Policy
Research Centre conducted in the context of the international research
project: “Resource productivity, environmental tax reform and sustainable
growth in Europe” (PETRE).1 PETRE is part of the Anglo-German Foundation
research policy initiative: Creating sustainable growth in Europe.2 The study
focuses on the “eco-industry”, their function, structure and dynamics in
Germany and for Europe. It describes two faces of environmental industry: a
more traditional part of end-of-pipe treatment or “pollution management” and
the newer, fast growing part of eco-efficiency or “resource management”. The
study gives a general explanation to this rapid growth. For many reasons
ecoefficient innovation is a necessary condition for sustainable industrial
growth. The authors come to the conclusion that this industry so far has been
underestimated – not least because its dynamic creates big problems as regards
statistical definitions. To a large extent this is an “invisible industry”. In
a second step an explorative analysis of the German environmental industry –
the most advanced case in Europe – is done. Four selected parts of the
environmental industry are analysed together with the related policies and
instruments: Green power, eco construction (low energy buildings), fuel-
efficient diesel cars and industrial recycling. The description of co-benefits
includes higher employment, innovation and successful export. The explorative
study shows the high importance of economic instruments in combination with
regulation. The price increase of energy and raw materials plausibly has been
important too. However, it cannot explain the specifics of the German success
case.; Der im wesentlichen explorative Beitrag untersucht die Rolle der
“Umweltindustrie” in der EU am Beispiel des Pionierfalls Deutschland. Dabei
werden vier Felder erfolgreicher umweltpolitischer Steuerung exemplarisch
dargestellt. Im Ergebnis zeigt sich zunächst das doppelte Gesicht dieses
Sektors: Anbieter nachgeschalteter Umwelttechnik (end pof pipe) bilden den
kleineren, eher stagnierenden Teil dieses „Sektors“. Die Bedeutung der
„Umweltindustrie“ zeigt sich dagegen in dem raschen Wachstum bei den öko-
effizienten, also zugleich Ressourcen schonenden Technologien. Die Dynamik
dieses Technologiebereichs, der typischerweise auch einen positiven Beitrag
zur Produktivitätsentwicklung leistet, macht die Potenziale von „Sustainable
Growth“ exemplarisch deutlich. Der Beitrag zeigt zugleich, dass die Größe der
„Umweltindustrie“ deutlich unterschätzt wird und die statistisch bezifferbaren
Beiträge erheblich übersteigt. Allein der Klimaschutz hat in Deutschland
Investitionen in der Größe von 5% des BIP ausgelöst (2005). Die
Erfassungsprobleme sind kein Zufall: Der um sich greifende breite Trend zur
Steigerung von Öko-effizienz (mainstreaming) kommt oft nur innerhalb der
Unternehmen selbst zur Geltung. Und ob ein Produkt „öko-effizient“ ist, hängt
von Definitionen ab, die im Prozess der Modernisierung wiederum ihre Bedeutung
verändern können. In den vier Fallbeispielen werden Steuerungsmechanismen
untersucht, die ökoeffiziente Technologien begünstigen. Dabei wirken in den
letzten Jahren naturgemäß auch die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise.
Dies erklärt jedoch nicht die Unterschiede bei dem untersuchten deutschen Fall
von Best practice. Das starke Wachstum öko-effizienter Technologien ist
offensichtlich politikabhängig (policy-driven). Dabei zeigt sich eine starke
allgemeine Bedeutung des Preismechanismus in Verbindung mit spezifischen
regulativen Maßnahmen. Der monetäre Mechanismus der Öko-Steuer hat bei der
Energieeinsparung von Gebäuden und bei energiesparenden Dieselmotoren offenbar
eine höhere Bedeutung gehabt. Bei erneuerbaren Energien hatte das Instrument
der Einspeisevergütung die größte Bedeutung. Regulative Maßnahmen standen im
Bereich des industriellen Recycling (neben dem Anstieg der Rohstoffpreise) im
Vordergrund. Ergänzende Instrumente (die KfZ-Steuer oder
Markteinführungshilfen) spielten im Policy mix ebenfalls eine Rolle. Neben den
intendierten Umwelteffekten zeigen sich auffällig klare Win-win-Vorteile in
allen vier Fällen: Beschäftigungseffekte, Innovationen und Exportvorteile.
Insoweit ist der deutsche Fall von Best practice zugleich ein wirtschaftlicher
Erfolgsfall, der auf aktiver Umweltpolitik beruht.
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<pubDate>Tue, 01 Jan 2008 00:00:00 GMT</pubDate>
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