<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rdf:RDF xmlns="http://purl.org/rss/1.0/" xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
<channel rdf:about="https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/23297">
<title>Vom Seelengefährt zum Glorienleib: Formen aitherischer Leiblichkeit</title>
<link>https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/23297</link>
<description/>
<items>
<rdf:Seq>
<rdf:li rdf:resource="https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/23309"/>
<rdf:li rdf:resource="https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/23299"/>
<rdf:li rdf:resource="https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/23312"/>
<rdf:li rdf:resource="https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/23308"/>
</rdf:Seq>
</items>
<dc:date>2026-04-30T13:58:53Z</dc:date>
</channel>
<item rdf:about="https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/23309">
<title>Der Seelenwagen als quadriga rationalis bei Marsilio Ficino</title>
<link>https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/23309</link>
<description>Der Seelenwagen als quadriga rationalis bei Marsilio Ficino
Leinkauf, Thomas
Der Beitrag wendet sich dem Konzept des Seelenwagens bei Ficino zu. Auf der Grundlage einer Darstellung der Lehre vom ochema in der Entwicklung von Platon bis Proklos werden differenziert die Bedeutungen interpretiert, die diese Metapher im Werk Ficinos übernehmen kann. Der Text stellt zunächst die weit verbreitete Bedeutung des ochemas dar als eines Kontakt- und Transaktions-raumes zwischen zwei unterschiedlichen Seinsbereichen, d.h. zwischen der unstofflich-intelligiblen Seele und ihrem stofflichen Körper sowie dessen Vollzügen. In dieser Funktion besitzt das ochema bereits eine multifunktionale Position als Medium von Tätigkeiten, die aus dem Intelligiblen in das Stoffliche vermittelt werden. Im Anschluss daran wird im Text Ficinos singulärer Gebrauch der Metapher vom Seelengefährt als einem vierspännigen Streitwagen untersucht, der den seelischen Möglichkeitsraum der Verschränkung von geistiger Selbstentfaltung mit geistigem Selbstbezug versinnbildlichen soll. Damit verschiebt sich die Bedeutung des Konzeptes vom ochema von der biologisch-kosmologischen Perspektive auf eine mental-intellektuelle und gewinnt in der neuplatonischen Seelenlehre einen neuen Aspekt hinzu. Das ochema dient in diesem Fall nämlich dazu, das Vermögen der Vernunftseele zu Selbstrealisierung und reflexiver Einheit in seiner Breite und Tiefe sowie die sich dabei entwickelnde Spannung der metaphysischen Bewegungen von Entfaltung und Rückwendung auch topologisch-dynamisch zu veranschaulichen.
</description>
<dc:date>2018-01-01T00:00:00Z</dc:date>
</item>
<item rdf:about="https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/23299">
<title>Einleitung</title>
<link>https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/23299</link>
<description>Einleitung
Bergmann, Lutz; Rohling, Bernd; Bohle, Bettina
Platons Verwendung des ochema als Seelenwagen hat die weitere Begriffsgeschichte nachhaltig geprägt. Zentral dabei sind die ontologisch gleichsam liminale (Pseudo-)Stofflichkeit des Seelengefährts in ihren unterschiedlichen Feinheitsgraden und seine Funktionen, die in diversen metaphysischen, naturphilosophischen, epistemologischen und theologisch-soteriologischen Kontexten ausführlich diskutiert werden. Diese Debatten werden in den Texten des vorliegenden Sammelbandes aus vielen Perspektiven – u. a. Gräzistik, Mittellateinischer Philologie, Anglistik, Philosophie und Philosophiegeschichte sowie Lichtkunst/künstlerischer Forschung – aufgenommen und in ihren genuin differierenden Verwendungszusammenhängen, aber auch in ihren von der Antike bis in die Frühaufklärung (und darüber hinaus) reichenden Kontinuitäten interdisziplinär reflektiert.
</description>
<dc:date>2018-01-01T00:00:00Z</dc:date>
</item>
<item rdf:about="https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/23312">
<title>Glorienleib und anima phantastica</title>
<link>https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/23312</link>
<description>Glorienleib und anima phantastica
Eusterschulte, Anne
Der Beitrag thematisiert eine Schnittstelle zwischen neuplatonischen Konzeptualisierungen des Spiritus phantasticus und christlichen Vorstellungen einer spezifischen Leiblichkeit und doch nicht materiell-korporalen Verfasstheit des Auferstehungsleibes bzw. des sogenannten Glorienleibes. In der Frühscholastik formiert sich eine Verflechtung von Seelenkonzepten, innerhalb derer die Mittlerstellung der anima imaginativa als quasi-korporale, luzide, spirituale Instanz in den Fokus rückt, um sowohl die innerweltlichen mentalen Prozesse einer spiritualen Schau als auch überwelt-liche Modi einer spiritualen Geistigkeit der Individualseele zu bestimmen. Das Konzept der anima phantastica wird zu einem nachhaltig wirksamen Vermittlungsmodell von Seelenwagenvorstellungen und Imaginationsleistungen neuplatonischer Provenienz mit christlichen Modellierungen eines transfigurierten Glorienleibes.
</description>
<dc:date>2018-01-01T00:00:00Z</dc:date>
</item>
<item rdf:about="https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/23308">
<title>Keplers Seelenlehre zwischen Physik und Theologie</title>
<link>https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/23308</link>
<description>Keplers Seelenlehre zwischen Physik und Theologie
Salatowsky, Sascha
Dieser Beitrag untersucht Keplers Weltharmonik mit Blick auf das Leib-Seele-Verhältnis sowie die Auferstehung. Bei Kepler sind Körper und Seele nicht so stark voneinander getrennt, dass es der Vermittlung bedürfte. Trotzdem gibt es Ähnlichkeiten zu Theorien des Seelenleibs: Die in Keplers Werk Harmonices Mundi entworfene Weltenharmonie findet ihre Entsprechung in der Beschreibung der Seelenharmonie. Eine wesentliche Rolle spielt beim Auffinden der Harmonie in der imperfekten materiellen Welt die Seelentätigkeit. Keplerfragt danach, wie die Seele, die doch der Sitz des Immateriellen ist, durch die Sinnesorgane Entitäten aufnimmt, die mit Materie verbunden sind. Hierbei geht es vor allem um mathematische und geometrische Begriffe, die Kepler als Bindeglied zwischen den Sinnesdingen und der von den Sinnesdingen losgelösten Harmonie versteht. Intensiv setzt sich Kepler mit Platons und Proklos’ Ausführungen zur Seelenlehre auseinander. Für Kepler geht es dabei auch um die Verbesserung der heidnischen Seelenlehre und die Vereinbarung mit christlichen Vorstellungen, wobei er Platons Timaios als Kommentar zum 1. Buch Moses sieht. Deutlich wird an der Auseinandersetzung mit Keplers Thesen, welcher philosophischen Bedingungen und Konstellationen das Ochēma-Konzept bedarf, um in der Seelenlehre eine prominente Rolle als Raum bzw. Ort meta-physischer Transaktionen zu finden, und an welchen Konstellationen es eine systematisch motivierte Begrenzung und Transformation erfährt.
</description>
<dc:date>2018-01-01T00:00:00Z</dc:date>
</item>
</rdf:RDF>
