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<title>Working Papers der FOR 2305 Diskursivierungen von Neuem</title>
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<updated>2026-05-01T00:51:50Z</updated>
<dc:date>2026-05-01T00:51:50Z</dc:date>
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<title>Alte Meister, neue Zeiten. Konkurrierende Neuerungsansprüche in Walthers&#13;
Reinmar-Nachruf und in des Strickers Frauenehre</title>
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<name>Köbele, Susanne</name>
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<updated>2021-08-19T10:21:48Z</updated>
<published>2018-01-01T00:00:00Z</published>
<summary type="text">Alte Meister, neue Zeiten. Konkurrierende Neuerungsansprüche in Walthers&#13;
Reinmar-Nachruf und in des Strickers Frauenehre
Köbele, Susanne
Ziel von Teilprojekt 02 der Forschergruppe Diskursivierungen von Neuem ist die&#13;
Rekonstruktion konkurrierender Neuerungsansprüche, wie sie gerade im&#13;
mittelalterlichen Liebesdiskurs in komplexer Verschränkung auftreten und über&#13;
implizite (allusive, metaphorische, ironische, textperformative) wie explizite&#13;
Formen der Diskursivierung im Spätmittelalter auch auf andere Text-, Gattungs-&#13;
und Wissenstraditionen ausstrahlen. Angestrebt ist für das semantisch und&#13;
epistemisch hochgradig integrative Minnethema ein komparatistisch orientierter&#13;
Ansatz, der das für die mittelalterliche Epik bereits reich traktierte&#13;
Forschungsfeld der ‚Retextualisierung’ auf die Lyrik – ihre spezifischen&#13;
medialen, poetologischen und performativen Bedingungen – überträgt und&#13;
modifiziert. Der eine Untersuchungsbereich gilt im Kern Walther von der&#13;
Vogelweide im Kontext deutsch-lateinischer Interferenzen (‚Walther im&#13;
Kontext’), der andere Autoren des Spätmittelalters aus volkssprachig-&#13;
lateinischen Mischmilieus. Auf der Basis paradigmatischer Textreihen wird eine&#13;
genuin lyrische Poetik des niuwen entworfen, vor dem Hintergrund je&#13;
verschieden (asynchron oder asymmetrisch) reflektierter Formsemantiken,&#13;
Gattungstraditionen und Wissensdiskurse. Besonderen Aufschluß – so eine&#13;
Hypothese des Projekts – versprechen dabei performativ selbstwidersprüchliche&#13;
Prozesse, in denen Novation ausdrücklich in Frage gestellt und doch produziert&#13;
(oder umgekehrt: programmatisch beschworen und unterlaufen) wird. Dieser&#13;
Spannung zwischen Neuerungsprogramm und Neuerungspraxis widmet sich das&#13;
vorliegende Working Paper am Beispiel von Dichtertotenklagen, die eine&#13;
besonders prägnante Möglichkeit darstellen, implizit und explizit wechselnde&#13;
Temporalitäten und Axiologien von Novation zu verschränken.
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<dc:date>2018-01-01T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Das ‚Denken des Neuen‘ in der venezianischen Kunsttheorie des 16. Jahrhunderts und die Dekonstruktion des linear-progressiven historischen Narrativs Giorgio Vasaris durch Lodovico Dolce (1557)</title>
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<name>Rosen, Valeska von</name>
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<updated>2019-12-11T18:24:35Z</updated>
<published>2019-01-01T00:00:00Z</published>
<summary type="text">Das ‚Denken des Neuen‘ in der venezianischen Kunsttheorie des 16. Jahrhunderts und die Dekonstruktion des linear-progressiven historischen Narrativs Giorgio Vasaris durch Lodovico Dolce (1557)
Rosen, Valeska von
Ziel des Teilprojekts 04 der Forschungsgruppe Diskursivierungen von Neuem ist es zu zeigen, dass es in der italienischen Kunstliteratur der Frühen Neuzeit plurale Denk- und Argumentationsfiguren für ‚das Neue‘ und die Relationierung von Vergangenheit und Gegenwart in den Künsten gab, die in ihrer Diversität bislang erst in Ansätzen wahrgenommen wurden. Während bezüglich der Konstruktion des Vergangenen und der auf ihr basierenden Entwürfe des Gegenwärtigen in der Forschung Giorgio Vasaris Kunstgeschichtskonstrukt große Aufmerksamkeit erhielt, das die Entwicklung ‚der Kunst‘ vom ausgehenden Mittelalter bis zur Hochrenaissance auf der Basis normativ gesetzter Kategorien als lineare Fortschrittsgeschichte bestimmt hat, geht es in diesem Projekt um die zeitgenössischen Antworten darauf, d.h. im Prinzip um die historische Dekonstruktion des progressiven Geschichtsmodells Vasaris in der venezianischen Kunsttheorie. Wie im vorliegenden Working Paper ausgeführt wird, betreibt diese im 16. Jahrhundert besonders reflektiert Lodovico Dolce in seinem Dialogo della pittura von 1557. Er setzt explizit die Pluralität, Relativität und Subjektivität im Urteil gegen den emphatischen Wahrheitsanspruch Vasaris. Indem er darüber hinaus das diskursive Potential der Gattung des Dialogs kalkuliert gegen die lineare und monologische Argumentation Vasaris in der Gattung des Traktats ausspielt, führt er die Vielfalt der künstlerischen Möglichkeiten wie auch des ‚Neuen‘ den Leser*innen regelrecht vor Augen.
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<dc:date>2019-01-01T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Die Aktualitätsepik zu den Französischen Religionskriegen. Forschungstopoi – Epos, Zeit, Moderne – Historische Poetik und Poetologie</title>
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<name>Melde, Daniel</name>
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<updated>2023-04-28T13:04:57Z</updated>
<published>2022-01-01T00:00:00Z</published>
<summary type="text">Die Aktualitätsepik zu den Französischen Religionskriegen. Forschungstopoi – Epos, Zeit, Moderne – Historische Poetik und Poetologie
Melde, Daniel
Das vorliegende Working Paper ist der ‚Aktualitätsepik‘ im Frankreich der Religionskriege gewidmet. Dabei handelt es sich um Epen in französischer und lateinischer Sprache, die eine aus ihrer Sicht zeithistorische Thematik verarbeiten. Die Forschungsliteratur betrachtete die Aktualitätsepik gemeinhin als ein ästhetisch minderwertiges und literarhistorisch unbedeutendes Phänomen, das grundlegenden Konventionen der Gattung zuwiderlaufen würde. Das Working Paper zeigt demgegenüber die Virulenz und Persistenz dieses Phänomens auf, indem erstens der Forschungsdiskurs auf seine modernistischen Grundannahmen (Epos ≠ Aktualität/Moderne) hin überprüft und kritisch hinterfragt wird, zweitens auf die seit der Antike wirkmächtige Tradition von Epen mit (zeit-)historischer Thematik eingegangen wird und drittens die Aktualitätsepik im Frankreich der Religionskriege konkret in den Blick genommen wird. &#13;
In diesem Zusammenhang interessieren besonders Strategien der Episierung vor dem Hintergrund diverser Modelltexte der Gattungstradition sowie die multitemporale Vielschichtigkeit und die ideologische Funktionalisierung des epischen Formulariums bei den französischen Epikern.
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<dc:date>2022-01-01T00:00:00Z</dc:date>
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<title>Die Beweiskraft der Dichtung in der frühneuzeitlichen Debatte um die animalische Intelligenz</title>
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<name>Roling, Bernd</name>
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<name>Markevičiūtė, Ramunė</name>
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<updated>2019-12-11T18:24:34Z</updated>
<published>2019-01-01T00:00:00Z</published>
<summary type="text">Die Beweiskraft der Dichtung in der frühneuzeitlichen Debatte um die animalische Intelligenz
Roling, Bernd; Markevičiūtė, Ramunė
Ungefähr in der Mitte des 17. Jahrhunderts ereignet sich im wissenschaftlichen Weltbild ein paradigmatischer Umschwung in der Auffassung über die Intelligenz der Tiere. Die aristotelische Lehrmeinung über die anima sensitiva, die den nicht vernunftbegabten Lebewesen innewohnt, wird durch mechanistische Vorstellungen eines bloß materiellen spiritus und insbesondere durch die cartesianische Philosophie angefochten. In den heiß geführten Debatten der Zeit spielt die Poesie und besonders das Lehrgedicht eine besondere Rolle: es liefert schon seit der Antike exempla der animalischen Verstandesleistungen, die als Beweise für die Beseeltheit der Tiere angeführt werden. Hierbei treffen nicht nur zwei Weltanschauungen, die hylemorphistische und die mechanistische, aufeinander, sondern auch zwei Arten der Beweisführung: die eine konzentriert sich auf die nüchterne Beschreibung der anatomisch-mechanischen Prozesse, die andere erzählt das von menschenähnlichen Emotionen und Motiven geprägte Leben und Handeln der Tiere.&#13;
Das vorliegende Working Paper verfolgt die Spur dieser Debatte in frühneuzeitlicher Jagd- und Lehrdichtung, die ihre Beweiskraft zur Verteidigung der animalischen Intelligenz aus einer bis in die Antike reichenden Tradition der Tierbeschreibungen schöpft. Es beleuchtet die Bedeutung der ‚alten‘ literarischen Gattung in Bezug auf eine ‚neue‘ wissenschaftliche Problemstellung und verdeutlicht, vor welche Schwierigkeiten die Beschränkung der Wissenschaftssprache auf einen immer unpersönlicheren und sachlicheren Duktus die wissenschaftliche Dichtung stellte.
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<dc:date>2019-01-01T00:00:00Z</dc:date>
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