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<title>Dissertationen FU</title>
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<id>https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/14</id>
<updated>2026-04-26T22:17:59Z</updated>
<dc:date>2026-04-26T22:17:59Z</dc:date>
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<title>1,1,2-Triarylalkene als passive Estrogenrezeptorantagonisten</title>
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<name>Lubczyk, Veronika</name>
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<updated>2019-12-12T15:54:11Z</updated>
<published>2002-01-01T00:00:00Z</published>
<summary type="text">1,1,2-Triarylalkene als passive Estrogenrezeptorantagonisten
Lubczyk, Veronika
Tamoxifen (TAM), das in der Behandlung des hormonabhängigen Mammakarzinoms
eingesetzt wird, ist ein Prodrug, das durch Hydroxylierung in 4-Position des
A-Rings zum 4-Hydroxytamoxifen (4-OHT) aktiviert wird. Dieses besitzt einen
8-fach höheren RBA-Wert als TAM und ist ein reines Antiestrogen an
hormonabhängigen Brustkrebszellen, dessen Wirkung durch die
Dimethylaminoethoxy-Seitenkette in 4-Position des B-Rings vermittelt wird. Da
eine Reihe O-acylierter Triarylalkenderivate jedoch eine schwache aber
signifikante antagonistische Wirkung auch ohne eine basische Seitenkette
aufwies, war ein Ziel dieser Arbeit die Notwendigkeit einer solchen
Seitenkette für die antagonistische Wirkung auf molekularer Ebene zu
untersuchen. Hierzu wurden 1,1-Bis(4-hydroxyphenyl)-2-phenylalkene (BisOHR),
1,1,2-Tris(4-hydroxyphenyl)alkene (TrisOHR),
1-(3-Fluor-4-hydroxyphenyl)-1,2-bis(4-hydroxyphenyl)alkene (FTrisOHR) und
deren O-Methylether mit unterschiedlich langen C2-Alkylseitenketten
synthetisiert. Von BisOHPr und TrisOHPr und deren O-Methylethern wurden
Derivate mit unterschiedlich substituierter C2-Propylseitenkette dargestellt.
Von allen Verbindungen wurden die Affinität zum ER, die agonistische und
antagonistische Wirkung an der hormonabhängigen MCF-7-2a-Zelllinie sowie die
Proliferationshemmung an in vitro Testmodellen untersucht. Die
Rezeptoraffinität und die antagonistische Wirkung zeigten eine eindeutige
Abhängigkeit von der Art und Länge der Seitenkette an C2. Die erfolgreichsten
Verbindungen waren BisOHEt, TrisOHEt sowie FTrisOHBu, die eine 4-OHT
vergleichbare antagonistische Wirkung auf molekularer Ebene zeigten. Aufgrund
der fehlenden Seitenkette kann diese Wirkung nicht nach dem für 4-OHT
vorgeschlagenen Mechanismus vermittelt werden. Ein möglicher Wirkmechanismus
ist der kürzlich für ein Tetrahydrochrysenderivat vorgeschlagene „ passive "
Antagonismus. Die antiproliferative Wirkung konnte nicht mit der Länge der
Seitenkette korreliert werden. Die erfolgreichsten antiproliferativen
Verbindungen waren BisOMePrNH2 und TrisOMePrNH2, die sogar eine zytozide
Wirkung an MCF-7-Zellen aufwiesen. Ferner wurden Voruntersuchungen zur
Fluoreszenzmarkierung von ER-Liganden durchgeführt. Die Konjugation eines
Triarylalkens mit einem Fluoreszenzfarbstoff erschien als besonders geeignete
Methode, da die Molekülgeometrie des Triarylalkens auf diese Weise nicht
beeinflusst wird. Im Hinblick auf eine potentielle Anwendung in der
Fluoreszenzkorrelationsspektroskopie (FKS) wurde Rhodamin B als
Fluoreszenzfarbstoff eingesetzt. Dieser wurde über einen Hexylspacer mit den
Triarylalkenen verbunden. Die resultierenden fluoreszenzmarkierten
Triarylalkene 27 und 33Z erwiesen sich jedoch aufgrund ihrer geringen
Rezeptoraffinität und ihrer Fluoreszenzcharakteristika nicht als geeignet für
den Einsatz in der FKS.; Tamoxifen (TAM) is widely used in the treatment of hormone dependent breast
cancer. TAM itself acts as prodrug, which is activated by hydroxylation of the
4-position of the A-ring. The resulting 4-hydroxytamoxifen (4-OHT) possesses
an 8 times higher binding affinity to the estrogen receptor (ER) and acts as
pure anti-estrogen in hormone dependent tumor cells. The dimethylaminoethoxy
side chain in 4-position of the B-ring seems to be crucial for the anti-
estrogenic activity. As it could be previously shown a series of O-acyl
triarylalkene derivatives possessed weak but significant antagonistic effects,
without bearing a basic side chain. Therefore in this work the necessicity of
a basic side chain for the antagonistic effects of triarylalkenes was examined
on molecular level. According to this 1,1-Bis(4-hydroxyphenyl)-2-phenylalkenes
(BisOHR), 1,1,2-Tris(4-hydroxyphenyl)alkenes (TrisOHR),
1-(3-Fluor-4-hydroxyphenyl)-1,2-bis(4-hydroxyphenyl)alkenes (FTrisOHR) and the
corresponding O-methylethers with different C2-alkyl side chains were
synthesized. Additionally BisOHPr and TrisOHPr derivatives with different
functional groups at the alkyl side chain were synthesized. Receptor binding
affinity, agonistic and antagonistic properties on the MCF-7-2a hormone
dependent breast cancer cell line and the cytotoxic properties were examined.
Receptor binding affinity and antagonistic properties were influenced by the
length and the functional groups at the end of the side chain at C2. The most
active compounds BisOHEt, TrisOHEt and FTrisOHBu possessed similar
antagonistic properties on molecular level as 4-OHT. These strong antagonistic
effects cannot be mediated by the mode of action that is known for 4-OHT, as
the examined compounds do not bear a basic side chain. It might rather be
assumed that the antagonistic properties are exerted by a mode of action
termed " passive " antagonism which was proposed recently for a
tetrahydrochrysene derivative. The cytotoxic properties could not be
correlated with the length of the C2-alkyl side chain. The most active
compounds were the O-methylated amines BisOMePrNH2 and TrisOMePrNH2 which
showed even cytocidal effects on MCF-7 cells. Furthermore investigations on
the fluorescence labelling of ER-ligands were carried out. To achieve this
goal conjugation of a triarylalkene with a fluorescent probe seemed the most
suitable method. Two positions of the triarylalkene scaffold were chosen for
conjugation by overlay with E2. Regarding an application of the conjugates in
fluorescence correlation spectroscopy the triarylalkenes were connected with
rhodamine b by means of a hexyl spacer. The resulting compounds 27 and 33Z
still require optimisation according to ER-affinity and fluorescence
characteristics in view of their future application.
###

  * Inhaltsverzeichnis 
  * Einleitung und Problemstellung 
  * Synthetischer Teil 
  * Analytik der fluoreszenzmarkierten Verbindungen 
  * Biochemischer Teil 
  * Testergebnisse 
  * Diskussion der Testergebnisse 
  * Zusammenfassung 
  * Experimenteller Teil 
  * Anhang 
  * Literaturverzeichnis
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<dc:date>2002-01-01T00:00:00Z</dc:date>
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<title>3-D Dichteverteilung und isostatisches Verhalten der Lithosphäre in den
Ostalpen</title>
<link href="https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/1302" rel="alternate"/>
<author>
<name>Ebbing, Jörg</name>
</author>
<id>https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/1302</id>
<updated>2019-12-12T15:21:23Z</updated>
<published>2002-01-01T00:00:00Z</published>
<summary type="text">3-D Dichteverteilung und isostatisches Verhalten der Lithosphäre in den
Ostalpen
Ebbing, Jörg
Das Schwerefeld der Ostalpen wird in dieser Arbeit mittels verschiedenster
Methoden analysiert, um Erkenntnisse über Struktur und Aufbau der Lithosphäre
zu gewinnen. Insbesondere sollen die durch den Kollisionsprozess zwischen
europäischer und adriatischer Platte verursachten Charakteristika der Struktur
der Lithosphären bestimmt werden.  
Mit den verwendeten direkten Interpretationsverfahren ist eine erste
Bestimmung der Hauptquellen des Schwerefeldes möglich. Für die Ostalpen zeigt
sich, dass die Dichteverteilung an der Krusten-Mantel-Grenze und in der
Oberkruste die Hauptquellen des Schwerefeldes bilden.  
Eine direkte Berücksichtigung der Ergebnisse aus anderen Disziplinen bietet
die 3D-Vorwärtsmodellierung. Für die Ostalpen ergeben sich, unter Verwendung
der Ergebnisse verschiedener Randbedingungen zwei alternative Modelle für die
3D-Dichtestruktur der Lithosphäre. Gemeinsam ist den beiden Modellen die
Struktur in den oberen 10 Kilometer der Kruste. Es zeigt sich, dass die
Dichteinhomogenitäten in der Oberkruste bis zu einem Drittel der gesamten
Bougueranomalie verursachen.  
Das Modell Eschen-38 basiert auf dem Geschwindigkeitsmodell Eschen-38 und
zeigt hauptsächlich Dichteunterschiede in vertikaler Richtung. Das zweite
Modell dagegen berücksichtigt stärker die Ergebnisse der Reflektionsseismik
und der Receiver-Function-Analysis, die im Rahmen des TRANSALP-Experiments
gewonnen wurden.  
Unter Berücksichtigung dieser Ergebnisse ergibt sich eine veränderte Geometrie
der Krusten-Mantel-Grenze innerhalb der adriatischen Platte und eine damit
verbundenen andere Dichte- und Lastenverteilung. Die 3D-Dichtemodelle liefern
die interne Lastenverteilungen der ostalpinen Lithosphäre, die für die
Betrachtung des isostatischen Ausgleichs und die Bestimmung der flexurellen
Rigidität der Lithosphärenplatte benötigt werden.  
Eine Untersuchung des lokalen isostatischen Verhaltens im Sinne des Modells
von Airy zeigt den starken Einfluss innerkrustaler Lasten auf die
isostatischen Verhältnisse. So korreliert das isostatische Residualfeld
starkmit den an der Oberfläche beobachtbaren tektonischen Einheiten bzw. der
Schwerewirkung der oberen 10 km der Kruste.  
Berücksichtigt man die gesamten innerkrustalen Masseninhomogenitäten gegenüber
einer homogenen Kruste konstanter Dichte, erhält man, abhängig vom verwendeten
Dichtemodell, starke Auflasten der Unterkruste, welche auf die
Ausgleichsfläche wirken.  
Für die Analyse der regionalen Isostasie nach Vening-Meinesz werden
Flexurmodelle verwendet und die flexurelle Rigidität mittels der Konvolutions-
Methode berechnet. Die Lithosphäre der Ostalpen ist in weiten Teilen durch
niedrige Werte der flexurellen Rigidität (D &lt; 10E21 Nm) ausgezeichnet. Im
Modell TRANSALP werden jedoch im Bereich der Südalpen für die flexurelle
Rigidität hohe Werte (D &gt; 100E21 Nm) bestimmt, welche in Zusammenhang mit den
sehr großen innerkrustalen Auflasten stehen, die durch die mächtige
adriatische Unterkruste verursacht werden.  
Insgesamt deuten die Ergebnisse der unterschiedlichen Analyseverfahren darauf
hin, dass das Modell Eschen-38 das realistischere ist. Die sehr hohen Dichten
in der adriatischen Unterkruste im Modell TRANSALP, und die damit verbundenen
großen innerkrustalen Auflasten und resultierenden Werte der flexurellen
Rigidität, deuten drauf hin, dass die modellierte Moho nicht der Grenze
zwischen Kruste und Mantel entspricht, sondern dem Übergang zwischen
unterschobener europäischer Kruste und adriatischem Mantel oder einem Übergang
im oberen Mantel.; The aim of this study is to investigate the structure of the Eastern Alpine
lithosphere using different techniques to analyze the gravity field. Of
particular interest are the lithospheric characteristics caused by the
collision of the Adriatic and European plate.  
Direct interpretation techniques allow only a first estimate of the main
sources of the gravity field. In the case of the Eastern Alps the main sources
are the density distribution at the crust-mantle boundary and density
variations within the uppermost crust.  
Consideration of the constraining information from different sources has
resulted in two alternative models for the 3D density structure of the Eastern
Alps. Both of these models feature the same structure within the uppermost 10
km of the crust, which is well constrained and directly related to the
tectonic formations visible at the surface. The uppercrustal density
distribution contributes up to one third to the total Bouguer gravity field of
the Eastern Alps.  
The first model is based on the velocity model Eschen-38 and features mainly
density contrasts in the vertical direction. The second model is based on the
results of reflection seismic and receiver function analysis by the TRANSALP
experiments. Based on these results the geometry of the crust-mantle boundary
within the Adriatic plate is very different.  
From the 3D models of density structure the internal loads of the Eastern
alpine lithosphere can be calculated. These loads are necessary to investigate
isostatic compensation and to estimate the flexural rigidity of the
lithospheric plate. An investigation of isostasy in the sense of an Airy
isostatic model shows that the internal loads strongly influence the isostatic
compensation.  
The isostatic residual field correlates with geological formations, visible at
the surface and structures within the the uppermost 10 km of the crust.  
Regional compensation is analyzed using a convolution method based on flexural
models , i.e. Vening-Meinesz isostatic model. Over broad areas the lithosphere
of the Eastern Alps features small values of flexural rigidity (D &lt; 10E21 Nm).
But within the lithosphere of the TRANSALP model high values of flexural
rigidity (D &gt; 100E21 Nm) are detected in the southern Alps. The high values
are connected to the strong internal loading of the plate caused by the thick
Adriatic lower crust and its high density.  
Together, the results suggest that the Eschen-38 model is more realistic. The
high densities within the Adriatic lower crust of the TRANSALP model and the
related large internal loads and high flexural rigidity indicate that the
modeled crust-mantle boundary is not the Adriatic Moho. Instead this boundary
is likely to be the boundary between subducted European crust and Adriatic
crust, or a boundary within the upper mantle. Therefore, the geometry of the
crust-mantle boundary as featured in the Eschen-38 model seems to be more
reliable.
Titel und Inhalt  
1 Einführung 1  
2 Methoden der Interpretation 4  
2.1 Potentialfelder 4  
2.2 Direkte Methoden 5  
2.3 Indirekte Methoden 10  
3 Geologie und Tektonik der Ostalpen 17  
3.1 Der Prozess der Alpinen Gebirgsbildung 18  
3.2 Die Geologischen Einheiten der Ostalpen 19  
3.3 Geologische Szenarien 21  
4 Datenbasis 24  
4.1 Topographische Daten 24  
4.2 Potentialfelder 24  
4.3 Weitere Datensätze 32  
4.4 Seismische Ergebnisse vor TRANSALP 33  
4.5 Ergebnisse des seismischen Experiments TRANSALP 37  
5 Direkte Auswerteverfahren 42  
5.1 Tiefenabschätzung 42  
5.2 Wellenlängenfilterung 42  
5.3 Feldfortsetzung 43  
5.4 Krusten-Mantel-Grenze durch Inversion 47  
5.5 Euler-Dekonvolution 49  
5.6  Diskussion und Beurteilung 51  
6 Die 3D-Dichtestruktur der Ostalpen 53  
6.1 Oberflächennahe Dichteverteilung 53  
6.2  Dichtemodelle der Kruste 59  
6.3 Dichtemodelle der Lithosphäre 72  
6.4 Allgemeine Einordung der Modelle 74  
7 Isostasie und flexurelle Rigidität 76  
7.1 Modelle der lokalen und regionalen Isostasie 76  
7.2 Flexurelle Rigidität 79  
7.3 Lokales isostatisches Verhalten der Ostalpen 92  
7.4 Flexurelle Rigidität der Ostalpen 95  
8 Lithosphärenspannung und dynamische Betrachtungen 107  
8.1  Spannungsberechnung mit Hilfe der Krümmung 107  
8.2 Finite Elemente 115  
9 Interpretation und Ausblick 118  
Literaturverzeichnis 123  
A Euler-Dekonvolution von Modelldaten 133  
B Admittanzfunktion der dünnen, elastischen Platte 138  
Danksagung 141
</summary>
<dc:date>2002-01-01T00:00:00Z</dc:date>
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<entry>
<title>3-D Lokalbebentomographie der südlichen Anden zwischen 36° und 40°S</title>
<link href="https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/1647" rel="alternate"/>
<author>
<name>Bohm, Mirjam</name>
</author>
<id>https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/1647</id>
<updated>2019-12-12T14:05:04Z</updated>
<published>2005-01-01T00:00:00Z</published>
<summary type="text">3-D Lokalbebentomographie der südlichen Anden zwischen 36° und 40°S
Bohm, Mirjam
Die südlichen Anden sind Teil des aktiven Kontinentalrandes von Südamerika,
der durch eine Kombination subduktionsgebundener Prozesse gebildet wurde. Die
andine Gebirgskette erstreckt sich über den gesamten südamerikanischen
Kontinent, variiert jedoch merklich in Höhe und Krustenmächtigkeit. Während
die Zentralen Anden, vor allem auch die tieferen Strukturen bis in den oberen
Mantel, vergleichsweise gut erforscht sind (SFB267), ist über den
geophysikalischen Aufbau der südlichen Anden bisher relativ wenig bekannt. Aus
diesem Grund wurde das seismische Experiment ISSA2000 in den südlichen Anden
durchgeführt. In dieser Arbeit wurde mithilfe der Methode der lokalen
Erdbebentomographie ein 3-D Modell der seismischen Geschwindigkeitstruktur
erstellt. Die gleichzeitig durchgeführte Lokalisierung der registrierten
Erdbeben, ergibt darüberhinaus ein detailliertes Bild der Verteilung der
Seismizität im Untersuchungsgebiet. Im Rahmen des ISSA2000-Experimentes wurde
ein seismologisches Netzwerk mit 62 Seismographen betrieben, das die
Subduktionszone von der Küste bis in den backarc zwischen 36° und 40°S
überdeckt. Die Hypozentren der 440 lokalen Erdbeben zeigen eine ~30° geneigte
Wadati-Benioff-Zone mit kontinuierlicher Seismizität bis in 120km Tiefe, die
vereinzelt bis in 200km Tiefe zu beobachten ist. Sowohl die generell geringe
Seismizität im Untersuchungsgebiet als auch die geringe Tiefenerstreckung der
Wadati-Benioff-Zone u.a. im Vergleich zu den Zentralen Anden sowie die
Konzentration der mitteltiefen Erdbeben in 60km Tiefe, spiegeln wahrscheinlich
den Einfluß des jungen Alters und des damit verbundenen hohen thermischen
Zustandes der Nazca-Platte auf das Subduktionsregime wider. Das tomographische
Vp Modell zeigt zum ersten Mal die Geschwindigkeitsstruktur der südlichen
Anden bis in eine Tiefe von 100km. Die Nazca-Platte ist durch die Lage der
Erdbeben definiert und durch hohe Vp Geschwindigkeiten gekennzeichnet
(7,2-8,3km/s). Die durchschnittlichen Geschwindigkeiten in der kontinentalen
Kruste sind im gesamten Vp Modell relativ hoch (5,5-6,5km/s). Die
tieferliegende Struktur kann in drei Gebiete unterteilt werden. (1)
Erniedrigte Vp Geschwindigkeiten in 30-50km Tiefe unterhalb der
Küstenkordillere und oberhalb der abtauchenden Platte deuten eine mögliche
Hydratisierung und Serpentinisierung des kontinentalen Mantelkeils an. Die
Konzentration der Erdbeben in 60km Tiefe, die auf Dehydratisierungsprozesse
innerhalb der subduzierten ozeanischen Lithosphäre zurückzuführen ist, könnte
mit der beobachteten Geschwindigkeitsanomalie verbunden sein. (2) Der Bereich
unterhalb des Längstals ist von einer markanten Anomalie erhöhter Vp
Geschwindigkeiten geprägt, die das gesamte Untersuchungsgebiet von N nach S
durchzieht. Mantelgeschwindigkeiten werden hier ab 40km Tiefe erreicht. (3)
Weiter nach Osten nimmt die Krustenmächtigkeit zu und erreicht 50-55km
unterhalb der Hauptkordillere und des aktiven vulkanischen Bogens. Geringe
Geschwindigkeiten, ein erhöhtes Vp/Vs Verhältnis und die sich durch die
Spektralanalyse andeutende Zone erhöhter seismischer Dämpfung könnte auf das
Vorhandensein partieller Schmelzen und deren mögliche Anlagerung unterhalb der
Kruste (magmatische Unterplattung) hindeuten.; The Southern Andes are part of the South American active continental margin,
which was built by a combination of subduction related processes. The Andean
mountain chain covers the whole South American continent from north to south,
but varies remarkeably in elevation and crustal thickness. Whereas the Central
Andes, above all the deeper structures as far as the upper mantle, are studied
quite intensively (SFB267), so far little is known about the geophysical
constitution of the Southern Andes. For this reason the seismic experiment
ISSA2000 was carried out in the Southern Andes. In this study a 3-D model of
the seismic structure was derived using local earthquake tomography. The
simultaneous localisation of the registrated earthquakes results also in a
detailed picture of the distribution of seismicity in the area under
investigation. Within the framework of the ISSA2000 experiment a seismological
network with 62 seismographs was operated, covering the subduction zone from
the coast to the backarc between 36° and 40°S. The hypocenters of 440 local
earthquakes show a ~30° dipping Wadati-Benioff zone with continuous seismicity
until 120km depth, which can be observed partly until 200km depth. Both the
general low seismicity in the area under investigation, the low depth extent
of the Wadati-Benioff zone (especially when compared to the Central Andes) and
the concentration of the intermediate depth seismicity in 60km depth reflect
most probably the influence of theyoung age and therefore high thermal state
of the Nazca plate to the subduction regime. The tomographic Vp model shows
for the first time the velocity structure of the Southern Andes until a depth
of 100km. The downgoing Nazca plate is defined by the location of the
earthquakes and characterized by high Vp velocities (7.2-8.3km/s). The mean
velocities in the continental crust are relatively high throughout the whole
Vp model (5.5-6.5km/s). The lower structures can be divided into three
subregions. (1) Low Vp velocities in 30-50km depth beneath the Coastal
Cordillera and above the downgoing plate indicate a possible hydratization and
serpentinization of the continental mantle wedge. The concentration of
earthquakes in 60km depth, which can be attributed to dehydration processes
within the subducted oceanic lithosphere, could be connected to the observed
velocity anomaly. Mantle velocities are not obeserved in this area. (2) The
area beneath the Longitudinal Valley shows a most prominent anomaly of
increased Vp velocities, which can be observed in the whole area under
investigation from north to south. Mantle velocities are reached here in 40km
depth.(3) Further east crustal thickness increases and reaches 50-55km below
the Main Cordillera and active volcanic arc. Low velocities, an increased
Vp/Vs ratio and a zone of increased seismic attenuation which can be seen in
the spectral analysis suggest the existence of partial melts and its possible
attachment below the crust (magmatic underplating).
Titel, Zusammenfassung 1  
1\.  Einleitung 9  
2\.  Der aktive Kontinentalrand Südamerikas 13  
2.1  Einführung  13  
2.2  Die Seismizität und das Beben von 1960  19  
2.3  Die Entstehung der Anden - ein Überblick  20  
2.4  Regionale Geologie des Untersuchungsgebietes  21  
2.5  Bisherige geophysikalische Studien in der Region  24  
3\.  Das ISSA 2000-Experiment 31  
3.1  Datengewinnung  31  
3.2  Datenaufbereitung  33  
4\.  Methode 41  
4.1  Theoretische Grundlagen der LET  41  
4.2  Der LET Algorithmus SIMULPS  44  
4.3  Qualität der Lösung  46  
4.4  Das Minimum 1-D Modell  49  
5\.  Seismizität in den südlichen Anden 51  
5.1  Das Minimum 1-D Modell der südlichen Anden  51  
5.2  Das 1-D Geschwindigkeitsmodell  53  
5.3  Seismizität  58  
6\.  Lokale Erdbebentomographie 63  
6.1  Inversionsverfahren  63  
6.2  Auflösungsvermögen und synthetische Modelle  66  
6.3  Ergebnisse  77  
7\.  Interpretation und Diskussion der Ergebnisse 91  
7.1  Seismizität  91  
7.2  Tomographie-Modell  92  
7.3  Vergleich mit den Zentralen Anden  98  
7.4  Abschließende Bemerkungen und Ausblick  101  
Literaturverzeichnis 103  
A  Stationsliste 115  
B  Erdbebenkatalog  119  
C  Teilnehmerliste  129  
D  Veröffentlichungen  131  
Danksagung, Lebenslauf  135
</summary>
<dc:date>2005-01-01T00:00:00Z</dc:date>
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<entry>
<title>3D Schwerefeldmodellierung zur Erfassung des tiefen Untergrundes im Nordost-
Deutschen Becken.</title>
<link href="https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/2473" rel="alternate"/>
<author>
<name>Kuder, Jörg</name>
</author>
<id>https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/2473</id>
<updated>2019-12-12T15:41:49Z</updated>
<published>2002-01-01T00:00:00Z</published>
<summary type="text">3D Schwerefeldmodellierung zur Erfassung des tiefen Untergrundes im Nordost-
Deutschen Becken.
Kuder, Jörg
Mit dem Ziel dreidimensionale Modelle des tiefen Untergrundes im Nordost-
Deutschen Becken zu erstellen, wird das Schwere- und Magnetfeld im Bereich des
Beckens mit folgenden Methoden untersucht: \- Powerspektralanalyse des
Schwere- und Magnetfeldes zur Tiefenabschätzung und Eulerdekonvolution des
Schwerefeldes \- Dreidimensionale Dichtemodellierungen Die Interpretation und
Integration aller verfügbaren geologischen und geophysikalischen
Randbedingungen, aus Reflexions-, Weitwinkelseismik und Magnetotellurik, sowie
den zur Verfügung stehenden Sediment- beckenmodell und Datensätzen von
Bohrungen, führt zu komplexen dreidimensionalen Dichtemodellen. Im ersten
Dichtemodell wird das im Becken dominante Schwerehoch von Pritzwalk durch
einen High Density Body, welcher von einer Intrusion abstammen könnte,
erzeugt. Im zweiten Modell wird das Hoch durch einen möglicherweise basischen
bis ultrabasischen Manteldiapir verursacht. Die in Diskussion stehende
Existenz der Transeuropäischen Störungszone wird durch die Dichtemodellierung
weder verneint noch bestätigt, da Modelle mit Strukturen die der Störungszone
entsprechen, wie auch Modelle mit einen aus seismischen Ergebnissen
postulierten Akkretionskeil, das gemessene Schwerefeld modellieren können. Die
Berechnung der durch die Modellkruste verursachten Auflast, unter
Berücksichtigung einer kontinuierlichen Tiefe der Moho in ca. 31 km, weist auf
ein isostatisches Verhalten des Untersuchungsgebietes nach Vening-Meinesz hin.
Aus einem vereinfachenden Zweischichtmodell mit Einbeziehung der Subsurface
Loads ergibt sich eine, für ein Gebiet mit aufliegender Beckenstruktur, große
statische Rigidität des Untersuchungsgebietes von D = 3.2 E 24 Nm.; With the aim to create 3D models of the deeper underground structure, the
gravity and magnetic fields of the North German Basin were investigated using
the following methods: \- Depth estimations using power spectrum analysis of
the gravity and magnetic field and Euler deconvolution of the gravity field \-
Three-dimensional density modelling Complex 3D density models were constructed
on the basis of all available reflection- and wide-angle seismic data,
magnetotelluric data, a geological model of the basin, and well data. Two
alternative density models are presented. The Pritzwalk gravity high, which is
a dominant feature of the gravity field of the basin, was modelled as the
result of a high density body. This high density body could represent an
intrusion. In the second model, the source of the high is attributed to a
mantle derived basic diapir. The frequently-discussed question of whether or
not the basin contains evidence for the Trans-European Fault Zone cannot be
answered by gravity modelling. This is because the measured gravity field can
be equally well matched by models including a faulting zone or by those that
include an accretionary wedge, as postulated on the basis of seismic results.
Loads were calculated for a model with a constant Moho depth of 31 km.
Isostatic analysis suggests that the basin exhibits Vening-Meinesz regional
isostatic behaviour. A simplified two layer model that includes subsurface
loads suggests that the basin has a high static flexural rigidity of D = 3.2 E
24 Nm.
Titel und Inhalt  
Inhaltsverzeichnis  
1. Einleitung 1  
2. Potentialmethoden 3  
2.1 Direkte Interpretationsmethoden 3  
2.1.1 Powerspektralanalyse 3  
2.1.2 Dekonvolution 4  
2.2 Indirekte Interpretationsmethoden 6  
2.2.1 Dreidimensionale Dichtemodellierung 6  
3. Randbedingungen für die Modellerstellung 9  
3.1 Geologische Randbedingungen 11  
3.1.1 Das Sedimentbecken 11  
3.1.2 Zuordnung der Dichten im Sedimentbecken 13  
3.1.3 Bohrungen 15  
3.1.4 Präpermische Krustenstrukturen 16  
3.2 Geophysikalische Randbedingungen 17  
3.2.1 Gravimetrie 18  
3.2.2 Magnetik 19  
3.2.3 Reflexionsseismische DEKORP-Profile BASIN 9601 und PQ2-9.1 21  
3.2.4 Weitwinkelseismik entlang BASIN 9601 22  
3.2.5 Seismische Geschwindigkeits-Dichte-Relationen 24  
3.2.6 Magnetotellurik 30  
4. Potentialfeldanalyse 32  
4.1 Powerspektrum des Schwerefeldes 32  
4.2 Powerspektrum des Magnetfeldes 34  
4.3 Eulerdekonvolution des Schwerefeldes 35  
4.3.1 Diskussion 39  
5. Vorwärtsmodellierung 43  
5.1 Schwereeffekt des Sedimentbeckens 45  
5.2 Modell mit High Density Body (HDB) 48  
5.2.1 Dichten und Wellengeschwindigkeiten im Modell mit HDB 53  
Seismische Geschwindigkeits-Dichte-Relationen in der Kruste 55  
5.2.2 Ergebnisse des Modells mit HDB 57  
5.3 Modell mit Intrusion 61  
5.3.1 Dichten und Wellengeschwindigkeiten im Modell 64  
Seismische Geschwindigkeits-Dichte-Relationen in der Kruste 66  
5.3.2 Ergebnisse des Modells mit Intrusion 67  
5.4 Vergleich mit Semlja- und KMgW-Profilen 71  
5.5 Erweiterung der Modelle 73  
6. Isostasie und Rigidität 78  
6.1 Isostasie 78  
6.2 Rigidität 82  
6.3 Ergebnisse 91  
7. Zusammenfassung und Diskussion 93  
7.1 Ausblick 95  
Literaturverzeichnis 96  
Abbildungsverzeichnis 103  
Tabellenverzeichnis 106  
A Anhang 107  
A.1 Verwendete Bohrungen zur Anpassung des Sedimentbeckens 107  
A.2 Geschwindigkeits-Dichte Wertepaare des Modells mit HDB und LDB 110  
A.3 Verwendete Abkürzungen 114  
Danksagung
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<dc:date>2002-01-01T00:00:00Z</dc:date>
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